Wegen Flüchtlingspolitik: Dr. Ernst J. Hoffmann (CDU) verlässt Partei und Politik

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Ahrensburg (ve/pm). Dr. Ernst J. Hoffmann, Stadtverordneter der CDU,  ist gestern mit sofortiger Wirkung von seinen politischen Ämtern und aus seiner Partei zurück- und ausgetreten. Einziger Grund für diesen Schritt sei die Flüchtlingspolitik der Bundes-CDU, so Hoffmann gegenüber der Presse. Eine Partei, die dem unkontrollierten Zustrom von täglich tausenden Menschen nicht nur tatenlos zusieht, sondern ihn auch noch fördert, habe das Wohl der eigenen Bürger aus den Augen verloren. Hoffmann: „Von dieser Politik möchte ich mich klar distanzieren.“

Dr. Ernst J. Hoffmann. Foto:pm

Dr. Ernst J. Hoffmann.
Foto:pm

Der Parteiaustritt erfolge zum nächstmöglichen Termin, der Rücktritt von sämtlichen politischen Ämtern sofort. Hoffmann war Stadtverordneter seit 2008, Vorsitzender des Werkausschusses und Aufsichtsrat der Stadtwerke. Sein Wahlkreis war Hagener Allee / Ahrensfelder Weg / Bargenkoppelredder, er wurde dort zwei Mal direkt gewählt.

Dr. Ernst J. Hoffmann kritisiert die Flüchtlingspolitik der Bundes-CDU: „Besonders schwer wiegt dieses Verhalten aus meiner Sicht, weil es das hohe Risiko birgt, dass irreversible Tatsachen geschaffen werden. Denn die Abschiebung klappt in der Praxis überhaupt nicht. Asylverfahren ziehen sich oft über Jahre hin. Und wenn sie doch einmal beendet sind, ist die Abschiebung nicht vollziehbar, wenn der Flüchtling keinen Paß mehr hat. Die meisten kommen schon ohne Pass.“

Hoffmann rechnet vor: 500 Millionen Menschen seien derzeit in den islamischen Ländern von Kriegen und Terror betroffen. Ein Prozent und damit fünf Millionen Menschen würden über zwei Jahre mit täglich 10.000 Flüchtlinge nach Deutschland strömen. Für Hoffmann steht die Zahl von das 7,3 Millionen Flüchtlingen und mehr im Raum: „Bei dem großzügigen Nachzugsrecht, dass wir haben, könnten es in fünf bis zehn Jahren 20 Millionen sein. Selbst wenn es nur fünf Millionen werden, sind die daraus resultierenden Belastungen nicht ohne erhebliche Einbußen für die eigene Bevölkerung, insbesondere für die Schwächsten und Bedürftigsten, zu schultern.“

Hoffmann geht nicht ohne ein Resümee: „Die Arbeit in der Fraktion hat mir trotz mancher Meinungsverschiedenheit Spaß gemacht und ich hätte sie gerne fortgesetzt. Aber der Austritt ist meines Erachtens das einzige klare Zeichen, das in Berlin wahrgenommen wird. Eine Umfrage des Hamburger Abendblatts vor einiger Zeit ergab, dass 80 Prozent der Befragten für eine Begrenzung des Zuzugs sind. Deshalb bin ich überzeugt, auch im Sinne der Mehrheit meiner Wähler zu handeln.“

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2 Kommentare

  1. Moin Herr Dr. Ernst J. Hoffmann,

    meinen Respekt Herr Dr. Hoffmann, daß Sie aus Überzeugung, solch einen vernünftigen Schritt tun ! Sie scheinen einer der wenigen Politiker zu sein, die tatsächlich die wahre Realität begreifen, und deren Konsequenzen ziehen. Speziell aus der Sicht von den deutschen Sozial-Schwachen, zu denen auch ich gehöre, ist das eine lobenswerte Tat. Wir werden bei dieser „Rabeneltern-Politik“ absolut nicht mehr wahr genommen – eine Schande !

    Nur schätze ich mal, daß bei dieser Pro-Flüchtlings-Bevorzugungs-Propaganda der Regierung, Sie und nun auch ich, sofort als Rechtsradikaler und Neo-Nazi eingestuft werden. Ich bin weder das Eine noch das Andere, auch KEIN Rassist oder Hulligan, aber DAS will die Regierung ja nicht einsehen, und die „unschlauen“ Deutschen ebensowenig, weil die alles glauben, was die Regierung erzählt.

    Im Juli hab ich eine eMail an Bundespräsident J. Gauck geschrieben, und um Hilfe gebeten, bei dieser diskriminierenden Regierung gegenüber uns deutschen Sozial-Schwachen. Bis heute KEINE Antwort vom Bundespräsidialamt. Ich habe Herrn Gauck auch meine Befürchtungen geschildert, daß bei diesem aufkommenden Unmut der sozialen Ungerechtigkeit, die Übergriffe auf Flüchtlinge und deren Unterkünfte zunehmen werden – ich hatte Recht.

    Ich bin schon seit über 10 Jahren auf einer Warteliste für eine Sozialwohnung / bezahlbaren Wohnraum. Ich werde ständig vertröstet mit Worten wie, daß das ja alles nicht so schnell machbar sei, das zur Zeit kein Wohnraum geschaffen werden kann, usw. Toll ! Aber komisch ? Jetzt geht´s doch ??? Und da ist noch die Wohnungseinrichtung und Bekleidung, die ich mir per Ratenkrediten vom Munde absparen muß – was ist eigentlich ein Smartphone ?

    Die öffentlich-rechtlichen Anstalten werden von der Regierung als Propaganda Werkzeug auf´s Übelste mißbraucht. In den Regionalprogrammen (TV) werden, wenn überhaupt 20-40 SEKUNDEN über böse reale Zustände berichtet, was die Flüchtlinge betrifft. Aber dann folgen 10-15 MINUTEN Pro-Flüchtlings-Politik-Propaganda. Bisher bin ich Depp davon ausgegangen, daß die öffentlich-rechtlichen Anstalten NEUTRAL sein sollten ?!?! Aus sozial-humaner Sicht eines betroffenen deutschen Sozial-Schwachen, geht es in diesem, meinem Geburtsland, den Bach runter.

    Ich stoppe hier besser vorläufig. Ich werd grade zum Wutbürger, mal wieder …

    M.f.G.
    Günther Jagodzinski
    (Diplom-Informatiker)

    • Gertrud Tammena on

      CDU und CSU haben mit dem ‚C‘ für ‚Christlich‘ Barmherzigkeit und Nächstenliebe in ihren Namen eingeschrieben. Wer sich der Offenheit unserer Grenzen für Verfolgte entgegen stellt, verdient dafür keinen Respekt. Dass Abweisung vielfachen Tod bedeutet, muss dann auch ganz klar so benannt werden. Dass Grenzschutz Waffenwehr mit verletzenden Folgen bedeutet auch. Ein Nichteinschreiten in Kriegskonflikte zum Schutz der Bedrängten war zunächst ein Privileg der eigenen Sicherheit. Vielfach sind wir historisch und wirtschaftlich in solchen Gebieten involviert und zählen als Staat zu den Profiteuren und Gewinnlern. Das Mühen um politische Befriedung ist der richtige Weg. Bis dahin müssen wir Hilfe gewähren und dieses Helfen aus Einsicht, Nächstenliebe und Barmherzigkeit verdient Respekt: Als durchdachte und integrative Vorgehensweise kann es auch zu unser aller Wohl dienen als eine Chance positiver Veränderungen. Wenn wir aber die Gesellschaft darüber dividieren, vergrössern wir die Konflikte und das Leid.

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