Marstall: Musik, Theater und Filme am Wochenende

0

Ahrensburg (je/pm). Der goldene Oktober neigt sich mit einem bunten Kulturprogramm im Marstall dem Ende zu. Von Freitag bis Sonntag kommen Musikliebhaber, Theaterfreunde und Filmfans auf ihre Kosten.

Inszenierung der Theatergruppe Marstall: Anna Brünner als Medea. Foto: Marstall Theatergruppe

Inszenierung der Theatergruppe Marstall: Anna Brünner als Medea.
Foto: Marstall Theatergruppe

Die Sängerin Lidwina Wurth und Wagner’s Salonensemble entführen Sie am Freitag, 30. Oktober 2015, um 20 Uhr, für eine Nacht nach Berlin. Das Programm „Unter der Laterne“ setzt sich aus Texten von Brecht, Klabund, Ringelnatz und Musik von Rotter, Kollo, Lincke, Holländer und Weill zusammen. Es erwartet Sie eine Mischung aus Kabarett, Revue, Variete, Tonfilm, Tanzpalast und Operettenbühne.
Es gibt noch Restkarten an der Abendkasse.

Theater und Filme

Am Sonnabend, 31. Oktober 2015, um 20 Uhr und Sonntag, 1. November 2015, um 18 Uhr steht die Marstall Theatergruppe mit dem Kammertheaterstück „Medea“ auf der Bühne. Die Produktion greift das Thema des Ausgeliefertseins auf, die verzweifelte Lage des Flüchtlings im unbekannten Land. Die antike Figur als Folie aktuellster Fragen erschüttert und verunsichert: Ist das, was wir denken, folgerichtig? Was verschleiert unseren Blick auf den anderen? Wie konnte aus der verlassenen Frau durch die literarische Überlieferung die Kindsmörderin werden?

Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen des Interkulturellen Herbstes Ahrensburg. Karten sind für zehn Euro an der Abendkasse erhältlich.

Wer sich am Sonntag, 1. November 2015, die Ausstellung „Von Wörtern und Räumen“ in der Galerie im Marstall ansehen möchte, hat überdies die Gelegenheit, in zwei Sondervorstellungen des Filmklubs spezial in der Remise den Zusammenhang von Zeichen und Film zu erleben.

Um 11 Uhr beginnt „Der Kontrakt des Zeichners“ aus dem Jahr 1982, in dem ein Barockkrimi zum ästhetischen Katz- und Mausspiel um die Bedeutung von Bildinhalten wird. Um 13 Uhr ist die „Bettlektüre“, ein Film aus dem Jahr 1996, im Angebot. Darin steht das Prinzip der Körperbemalung und Beschriftung als Erotik-Ersatz im Mittelpunkt.

Beide Filme stammen von Regisseur und Experimentalkünstler Peter Greenaway und sind mit zahlreichen
Preisen ausgezeichnet worden. Der Eintritt ist frei, Spenden erbeten.

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren