Gastbeitrag: Glanzvolles Konzert zur Orgeleinweihung in Großhansdorf

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Großhansdorf (ve/pm). Mit begeistertem Applaus dankten die Zuhörer in der vollbesetzten Auferstehungskirche dem Star des Abends, Martin Haselböck,  für sein gelungenes Orgelkonzert. Der international gefeierte Organist und Dirigent aus Wien gastierte an der neuen Grenzing-Orgel mit einem  abwechslungsreichen Programm, in dem er die Vielfalt des Klangspektrums der neuen Orgel glanzvoll präsentierte. Es war das offiziell erste Konzert nach der Orgelweihe an dem neuen Instrument im Rahmen der 1. Großhansdorfer Orgelwochen. Lesen Sie einen Gastbeitrag zu dem Konzert von Jörg Faber.

Feierten das gelungene Konzert: Domorganist Prof. Eberhard Lauer, Orgelbaumeister Gerhard Grenzing, Prof. Hans Gebhard, Prof. Martin Haselböck und Gastgeber Clemens Rasch (von links). Foto:pm

Feierten das gelungene Konzert: Domorganist Prof. Eberhard Lauer, Orgelbaumeister Gerhard Grenzing, Prof. Hans Gebhard, Prof. Martin Haselböck und Gastgeber Clemens Rasch (von links).
Foto:pm

Haselböck begann mit französischen Barockklängen von Marchand, bevor er sich mit Johann Sebastian Bach dem deutschen Kernrepertoire zuwandte. Auf zwei der bekannten Schübler-Choräle folgte die virtuos und temperamentvoll vorgetragene C-Dur-Toccata. Die Orgel glänzte, die Musik war wundervoll transparent. Es folgte mit Mendelssohns 3. Orgelsonate ein Werk der deutschen Orgelromantik, bei dem die Grenzing Orgel ihre dunkleren, grundtönigen Klangmöglichkeiten zeigen konnte.

Von Johann Sebastian Bach bis zu Cesar Franck

Starke Kontraste beherrschten zwei Orgelstücke von Schnittke und die übermütige Tanz-Toccata von Anton Heiler. Als letzte Komposition des Abends entführte Haselböck die Zuhörer mit César Francks a-moll-Choral in die Welt der französischen Orgelromantik. Jetzt konnte die Orgel zeigen, welche Klangfülle das Schwellwerk zu bieten hat mit seinen warmen Flöten-und Streicherregistern und den wunderbar intonierten Zungenstimmen.

Anschließend improvisierte Martin Haselböck über zwei aus dem Publikum gestellte Themen. Dabei ließ er noch einmal die Orgel in allen Facetten ihrer Registriermöglichkeiten erklingen, einschließlich der Glockenklänge des Carillon und der frei programmierbaren Koppeln. Das Publikum konnte während des gesamten Konzertes auf zwei Leinwänden verfolgen, wie das Orgelspiel buchstäblich Hand und Fuß hat. Dadurch wurde das Konzert nicht nur ein Klangerlebnis, sondern auch zu einem spannenden optischen Genuss.

Martin Haselböck bedankte sich für den stürmischen Applaus als Zugabe mit einem Fandango von Soler. Das Großhansdorfer Publikum darf sich auf weitere Konzerte der Orgelwochen freuen. Am Sonntag, 14. November 2015, gastiert Prof. Wolfgang Zerer aus Hamburg, am Sonntag, 22. November 2015, Andrés Cea Galán aus Sevilla und zum Abschluss spielt am Sonntag, 28. November 2015,der Hausorganist Clemens Rasch. Zu hören ist die Orgel übrigens auch am Benefiz-Konzert des Lions Club Ahrensburg am Dienstag, 17. November 2015. Dann steht das Requiem von Johannes Brahms auf dem Programm.

Die Grenzing-Orgel in der Auferstehungskirche in Großhansdorf.

Die Grenzing-Orgel in der Auferstehungskirche in Großhansdorf.

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