Filmabend in St. Johannes: „Das Herz von Jenin“

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Ahrensburg (je/pm). Der deutsch untertitelte Film „Das Herz von Jenin“ aus dem Jahr 2008 wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Deutschen Filmpreis 2010 als Bester Dokumentarfilm. Er erzählt nicht nur eine persönliche Geschichte, sondern er zeigt auch, wie eine einfache Organspende den Rahmen des Normalen sprengt – dort, wo die Beziehungen der Völker durch Hass, Misstrauen und Gewalt vergiftet sind. Der Film wird am Dienstag, 8. Dezember 2015, um 19.30 Uhr in der St. Johanneskirche gezeigt.

Ismail Khatib ist die Hauptperson im Film. Foto: arsenalfilm.de

Ismail Khatib ist die Hauptperson im Film. Foto: arsenalfilm.de

Ismail Khatibs Sohn Ahmed wurde von israelischen Soldaten erschossen. Er hatte mit Freunden „Araber und Jude“ gespielt und ein Spielzeuggewehr in der Hand gehalten. Als Ahmed für hirntot erklärt wird, muss Ismail Khatib entscheiden, was mit den Organen seines Sohnes geschehen soll. Er entscheidet sich für eine Organspende an israelische Kinder.

Eintritt frei

Dieser Akt der Menschlichkeit sorgt für größeres Aufsehen als die Meldung, dass im Westjordanland erneut ein Kind getötet wurde. Von nun an interessieren sich Filmteams, Presseleute und Politiker für den Automechaniker Khatib. So kommt es auch, dass ihn die Dokumentarfilmer Lior Geller und Marcus Vetter begleiten, als er später drei Familien der israelischen Kinder besucht, denen er das Leben gerettet hat.

Der Spiegel bewertete den Film mit „Unbedingt sehenswert.“ Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

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