Tobias von Pein (SPD): Kein Einsatz deutscher Soldaten in Syrien

0

Lütjensee/Ahrensburg (ve/pm). Der SPD-Landtagsabgeordnete aus Stormarn-Mitte, Tobias von Pein, zeigt sich besorgt über die aktuelle Diskussion über eine militärischen Einsatz deutscher Soldaten in Syrien. Und er schildert, warum er sich gegen einen Einsatz deutscher Soldaten ausspricht.

Tobias von Pein (SPD). Foto:PM

Tobias von Pein (SPD).
Foto:PM

„Dass jetzt das Recht des Stärkeren gelten soll, macht mir große Sorgen. Ich frage mich: Haben wir denn aus Afghanistan &. Co nichts gelernt?“ so von Pein. Militäreinsätze müssten seiner Ansicht immer das ‚allerletzte Mittel‘ sein. Und er kritisiert: Die alternativen und diplomatischen Mittel seien seiner Ansicht nach bisher nicht ausreichend genutzt worden. „Die menschenverachtenden Terroristen in Syrien müssen bei ihren Wurzeln getroffen werden, bei den Geldgebern, den aktiven und passiven Unterstützern.“

Militärischer Einsatz in Syrien: Weder kontrollierbar noch einschätzbar

Von Pein unterstreicht die Argumente seiner Bundestagskollegin Dr. Nina Scheer (SPD), Solidarität mit Frankreich dürfe nicht zu unreflektierten Maßnahmen verleiten. „Ein militärischer Einsatz in Syrien ist weder kontrollier- noch einschätzbar.“ so von Pein. „Deutschland darf nicht leichtfertig einen Kriegseinsatz unterstützen, dessen Folgen nicht absehbar sind.“ Vielmehr müssen seiner Ansicht nach die Finanzierungsquellen des Terrorismus bekämpft werden.

Solidarität mit Frankreich verlange nach ernsthafter Auseinandersetzung mit zielführenden Lösungen. „Bombenlegern in Europa muss man mit anderen Mitteln begegnen.“ so von Pein. Er fordert daher mehr präventive Maßnahmen im Bereich der Deradikalisierung von jungen Menschen. „Wir den müssen desillusionierten jungen Menschen soziale Integration und Aussteigerprogramme anbieten und kriminelle Vereinigungen schneller ihre Grundlage entziehen.“

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren