Der besondere Filmtipp ‚Kino im Marstall‘: Dieses Blut soll als Warnung dienen

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Ahrensburg (ve/pm). Brutale Szenen nach dem G8-Gipfel in der Diaz-Pascoli-Schule in Italien. Die Polizei schlägt auf Demonstranten ein, verletzt sie schwer, ein Mensch stirbt. Dieses Ereignisse greift der Film „Diaz – don’t clean up this blood“ auf anhand von Zeugenaussagen. Und dieser Film ist am morgigen Mittwoch, 20. Januar 2016, um 20 Uhr im Marstall zu sehen.

Er spielt in Genua, im Juli 2001: Nach vielen gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten ist der G8-Gipfel fast vorüber. In der Diaz-Pascoli-Schule haben sich junge Frauen und Männer aus ganz Europa versammelt um sich auszutauschen. Sie sind guter Dinge. Doch nichts hätte sie auf das Folgende vorbereiten können.

Diaz-Pascoli-Schule: Brutale Polizeigewalt

Kurz nach Mitternacht stürmt die Polizei die Schule und schlägt mit äußerster Brutalität über zwei Stunden auf die jungen Menschen ein. Fast alle landen im Krankenhaus oder später in Untersuchungshaft. Ein Mensch stirbt. Aus verschiedenen Perspektiven erzählt, zeigt die Kamera, was an jenem Tag geschah. Sie weicht Tätern und Opfern nicht von der Seite, bis die ganze Wahrheit erzählt ist.

Ein wichtiges Dokument, zu dem der internationale Filmdienst schreibt: „’Diaz – Don’t Clean Up This Blood‘ ist ein Spielfilm, der die Zeugnisse der bekannt gewordenen Ereignisse in beklemmende Bilder umsetzt. Man braucht als Zuschauer eine Weile, um sich in der Erzählweise des Films zurechtzufinden, dann aber wird man mehr und mehr Teil des Geschehens. Der brutale Rausch, mit dem die Polizei auf unbewaffnete Menschen einprügelt, sie teilweise schwerverletzt liegen lässt und später mit offensichtlichem Vergnügen quält und erniedrigt, hat ob der dahinterstehenden Authentizität eine starke emotionale Wirkung. Ein wichtiger Film, der viele Fragen offen lässt, der zu Recherchen motiviert und zu Aufmerksamkeit aufruft.“

Themenbild Kino. Martin Jäger / pixelio.de

Themenbild Kino.
Martin Jäger / pixelio.de

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