Ausstellung in der Auferstehungskirche: Martin Luther und die Juden

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Großhansdorf (je/pm). In Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum im Jahr 2017 ist ab Dienstag, 2. Februar 2016, im Seitenschiff der Auferstehungskirche Großhansdorf-Schmalenbeck eine Ausstellung über das problematische Verhältnis Martin Luthers zu den Juden zu besichtigen.

Clemens Rasch spielt zur Ausstellungseröffnung auf der Grenzing-Orgel in der Auferstehungskirche in Großhansdorf.

Clemens Rasch spielt zur Ausstellungseröffnung auf der Grenzing-Orgel in der Auferstehungskirche in Großhansdorf.

Martin Luther sprach und schrieb unchristlich über die Juden. Die Feindschaft entwickelte sich im Laufe seines Lebens. In seinem Text „Dass Jesus Christus ein geborener Jude sei“ aus dem Jahr 1523 spricht Martin Luther sich noch für die bedingungslose Duldung der Juden aus. Zwanzig Jahre später jedoch verfasst der alternde Reformator seine berüchtigte Hetzschrift „Von den Juden und ihren Lügen“. Darin hält er sie für Mörder und Plünderer, die keine Gnade verdienten.

Ausstellung beantwortet Fragen

Woher kommt dieser Wandel? Welche Wurzeln und welche Folgen hat Luthers Antisemitismus? Diesen Fragen geht die Ausstellung nach, die das Referat für christlich-jüdischen Dialog der Nordkirche erstellt hat. Sie wird am Dienstag, 2. Februar 2016, um 20 Uhr mit Musik auf der neuen Grenzing-Orgel von Clemens Rasch und einem einführenden Vortrag von Pastorin Hanna Lehming in der Auferstehungskirche, Alte Landstraße 20, eröffnet. Die Ausstellung kann bis Freitag, 26. Februar 2016, wochentags von 9 bis 15 Uhr und sonntags nach dem Gottesdienst besucht werden. Der Eintritt ist frei.

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