IBAN und BIC – Was Bankkunden jetzt beachten müssen

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Ab 1. Februar 2016 wird es endgültig ernst in Sachen IBAN: Nach zwei Jahren Gewöhnungsphase wird der neue SEPA-Standard jetzt auch für Privatkunden ausschließliche Pflicht. Elke Harders, Leiterin der HypoVereinsbank Filiale in Ahrensburg gibt Tipps für eine reibungslose Umstellung.

Welche Vorteile bringt die Umstellung für Verbraucher?

Elke Harders: SEPA steht für „Single Euro Payments Area“ und vereinfacht den bargeldlosen Zahlungsverkehr innerhalb der teilnehmenden Ländern Europas. Bargeldlose Zahlungen sind nicht mehr an Ländergrenzen gebunden und können effizient über ein Zahlverfahren abgewickelt werden. Verbraucher erhalten außerdem die Vorteile, dass sie Lastschriften auf einen bestimmten Betrag begrenzen können und ausgewählte Zahlungsempfänger blockieren können.

Was passiert mit Überweisungen mit falsch oder unvollständig eingetragener IBAN?

Elke Harders: Wird die Überweisung am Bankterminal oder Online ausgeführt, erhält der Kunde bei Eingabe einer falschen IBAN einen Hinweis, dass die verwendete IBAN nicht vorhanden ist, oder fehlerhaft eingegeben wurde. Bei falsch ausgefüllten schriftlichen Überweisungen informieren wir unsere Kunden durch den Kundenberater.

Wird neben der IBAN im Zahlungsverkehr auch der BIC (Business Identifier Code; Geschäftskennzeichen) benötigt?

Elke Harders: Der BIC ist die internationale Bankleitzahl und war seit Beginn der SEPA-Umstellung 2014 notwendig, um internationale Überweisungen zu tätigen. Für Transaktionen innerhalb des SEPA-Raumes (28 EU-Staaten, Island, Liechtenstein und Norwegen sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Monaco und San Marino) benötigen Kunden ab 1. Februar 2016 keinen BIC mehr, da alle Informationen zur Bankkennzeichnung schon in der IBAN enthalten sind. Außerhalb des SEPA-Raumes ist der BIC für Überweisungen weiterhin relevant.

Müssen Daueraufträge vor dem 1. Februar überprüft und auf IBAN umgestellt werden?

Elke Harders: Bestehende Daueraufträge und Lastschrifteinzüge bei der HypoVereinsbank wurden bereits vor einiger Zeit automatisch auf den neuen SEPA-Zahlungsverkehr umgestellt.

Haben Sie einen Tipp, um sich die 22-stellige IBAN besser zu merken?

Elke Harders: Die Zusammensetzung der IBAN folgt einer festgelegten Systematik:
DEXX BBBBBBBB KKKKKKKKKK (DE= Ländercode, XX= Prüfziffer B= Bankleitzahl, K= Kontonummer; siehe Ausschnitt aus unserer Internetseite).
Durch die entsprechende Schreibweise auf Kontoauszügen und ec-Karten versuchen wir, die einzelnen Bestandteile der IBAN hervorzuheben. Darüber hinaus bieten wir in unserem Direct Banking die „Empfängerliste“ an, in der Empfängerdaten gespeichert werden können und somit die IBAN nicht immer wieder eingetippt werden muss. Zudem gibt es auch weiterhin einen IBAN-Umrechner, der Kontonummer und BLZ in IBAN umrechnet. Unsere Berater und Servicemitarbeiter sprechen Kunden auch aktiv auf die Änderung an und bieten ihnen Unterstützung.

Beitragsbild Foto: Thorben-Wengert/pixelio.de

Beitragsbild Foto: Thorben-Wengert/pixelio.de

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