Polizei Ahrensburg zu Wohnungseinbrüchen: „Wählen Sie bitte die 110!“/Besuch von Tobias von Pein

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Ahrensburg (ve). Wohnungseinbrüche sind das beherrschende Thema bei der Polizeiarbeit in der Region. So hat es der SPD-Lantagsabgeordnete Tobias von Pein bei seinem Besuch heute auf der Polizeidienststelle in Ahrensburg erfahren.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Tobias von Pein auf der Wache Ahrensburg im Gespräch mit dem Leiter der Kriminalpolizei Ralf Lorenzen, dem Polizeidienststellenleiter Norbert Patzker und dem Leiter der Polizeidirektion Ratzeburg, Michael Wilkens (von links).

Der SPD-Landtagsabgeordnete Tobias von Pein auf der Wache Ahrensburg im Gespräch mit dem Leiter der Kriminalpolizei Ralf Lorenzen, dem Polizeidienststellenleiter Norbert Patzker und dem Leiter der Polizeidirektion Ratzeburg, Michael Wilkens (von links).

Die Zahl der Wohnungseinbrüche machen den Beamten Sorgen, Michael Wilkens, Leiter der Polizeidirektion Ratzeburg: „Das ist ein ernst zu nehmendes Problem.“ Er und Ralf Lorenzen, Leiter der Kriminalpolizei, bitten die Bürgerinnen und Bürger darum, bei Verdacht sofort über den Notruf 110 die Polizei zu rufen. „Es gibt immer noch die Vorstellung, dass man die Polizei belästigt oder von anderen Aufgaben abhält, wenn man einfach ein Beobachtung oder einen Verdacht mitteilen möchte. Aber eines ist klar: Die Anrufer belästigen uns nicht“, betont Ralf Lorenzen.

Wohnungseinbruch: Bitte auf Verdächtiges in der Nachbarschaft reagieren

Auch Wilkens betont: „Es ist doch besser, auch in der Nachbarschaft mal zu schauen, wenn man einen Verdacht hat oder ein Geräusch gehört hat. Wenn Sie dann schnell die Polizei rufen, haben wir die Chance, die Täter auf frischer Tat zu ertappen. Das ist am Besten.“ Jeder Anruf sei wichtig, so die Polizeibeamten, und ein Fehlalarm kostet auch nichts. Zahlen zu Einbruchsdelikten werden im Rahmen der Kriminalstatistik wieder im März dieses Jahres veröffentlicht werden.

Der Politiker Tobias von Pein wollte sich im Rahmen des Gespräches vor Ort ein Bild von der Arbeit der Polizei verschaffen. „Schließlich stimme ich im Landtag auch über Angelegenheiten der Polizei mit ab und dann weiß ich gerne, wie das vor Ort gesehen wird“, so von Pein.

Flüchtlinge? Kein Thema!

Erfahren hat er das von Dienststellenleiter Norbert Patzker sowie Ralf Lorenzen und Michael Wilkens. Die drei haben sie zwei Stunden Zeit genommen, um mit Tobias von Pein zu sprechen. Beherrschende Themen war neben der Frage der Wohnungseinbrüche der Umgang mit den Flüchtlingen.

Wobei letzteres – positiv gesehen – nicht sehr ergiebig war: „Es gibt keine Auffälligkeiten in Bezug auf die Flüchtlingsthematik im Bereich unserer Dienststelle“, sagt Norbert Patzker. So seien die Polizeibeamten kaum zu Vorfällen gerufen worden, an denen Flüchtlinge beteiligt waren. Patzker: „Wir hatten zwei Fälle und das waren ganz normaler Streitigkeiten, wie sie auch anderswo vorkommen können.“ Auch an den Gemeinschaftsunterkünften in Ahrensburg an der Fritz-Reuter-Schule und in den alten Räumen des Technischen Hilfswerkes neben der Wache der Feuerwehr Ahrensburg gebe es keine Vorkommnisse.

Tobias von Pein sieht das als Bestätigung der Landespolitik: „Wir versuchen, die Menschen dezentral unterzubringen und zu integrieren. Das scheint der richtige Weg zu sein.“ Zudem werde die Zahl der Polizeibeamten erhöht. So sind pensionierte Beamte wieder in den Dienst zurück geholt worden und für die Ausbildung ab 2016 hat die Landesregierung beschlossen, die Zahl der Anwärter auf 350 jährlich zu erhöhen. Denn die Betreuung der Flüchtlingsunterkünfte und gerade auch der Erstaufnahmeeinrichtungen binde Kräfte, so Wilkens, „das fangen wir derzeit auf durch eine Umorganisierung zum Beispiel bei der Verkehrskontrolle.“

Wilkens freute sich übrigens besonders über den Besuch von Peins: „Ich finde es klasse, das die Politik das Gespräch mit uns sucht.“ Auch der Wunsch von Peins, einmal auf Streife mitzufahren, freue ihn, „so einen Wunsch habe ich noch nicht so oft erlebt.“

Bilanz von Tobias von Pein – übrigens ist er gerade nach Ahrensburg gezogen: „Die Polizeibeamten hier in der Dienststelle Ahrensburg sind hoch motiviert und machen ihre Arbeit gut. Sie sind nah an den Fällen bei Einbruchsdelikten und es herrscht eine positive Stimmung.“

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