Renitenter Betrunkener im Kampf mit der Polizei: Unfall, Widerstand, Wegweisung

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Bad Oldesloe (ve/ots). Am Sonntag, 21. Februar 2016, meldete gegen 3.10 Uhr ein Zeuge der Polizei, dass es an der Kreuzung Ratzeburger Straße und Mewesstraße in Bad Oldesloe zu einem Verkehrsunfall ohne verletzte Personen gekommen sei. Doch mit der unfallbeteiligten Person sollte es noch Schwierigkeiten geben.

Ein 29-jähriger Mann aus Bad Oldesloe war dort mit einem VW Golf gegen einen Laternenmast auf einer Verkehrsinsel gefahren. An dem Fahrzeug erheblicher Sachschaden entstanden und der Laternenmast war stark verbogen. Die Gesamtschadenshöhe beläuft sich auf geschätzt 18.000 Euro.

Der Unfallfahrer war betrunken

Nach Eintreffen der Polizei stellten die Beamten beim Unfallfahrer erheblichen Atemalkoholgeruch fest. Eine freiwillig durchgeführte Atemalkoholüberprüfung ergab einen Wert von 1,93 Promille. Des Weiteren konnte der 29-Jährige kaum alleine gehen und sich nur lallend verständigen. Daraufhin ordneten die Beamten die Entnahme einer Blutprobe an und beschlagnahmten den Führerschein.

Da eine Selbstgefährdung des 29-Jährigen aufgrund seines Alkoholisierungsgrades nicht ausgeschlossen werden konnte, sollte dieser laut Polizei zu seinem eigenen Schutz in Gewahrsam genommen werden. Gegen diese Maßnahme leistet er jedoch erheblichen Widerstand, indem er um sich schlug und trat. Hierbei wurde ein Beamter leicht im Gesicht verletzt. Außerdem beleidigte und bedrohte er die Beamten.

Hat der seine Frau und seine Schwiegermutter geschlagen?

Nach der Betrunkene etwas ausgenüchtert war, konnte eine weitere Selbstgefährdung ausgeschlossen werden und der Bad Oldesloer wurde gegen 6.30 Uhr aus dem Gewahrsam entlassen.

Nur wenige Zeit später gegen 6.50 Uhr ging von der Wohnanschrift des 29-Jährigen ein Notruf bei der Polizei ein. Die Beamten stellten vor Ort fest, dass der Mann von der Polizei direkt nach Hause gegangen war und dort sowohl seine Frau als auch seine Schwiegermutter geschlagen hatte. Die Ehefrau erlitt dabei einen Schlüsselbeinbruch. Zwei gemeinsame Kinder (sieben und elf Jahre alt) blieben unverletzt.

Daraufhin wurde der 29-Jährige erneut in Gewahrsam genommen, diesmal um weitere Straftaten zu verhindern, so die Polizei. Ferner sprachen die Beamten gegen ihn eine sogenannte Wegweisung aus. Gegen 14.30 Uhr wurde der 29-Jährige erneut aus dem Gewahrsam entlassen.

Festnahme

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