Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg: So viele Azubis, wie noch nie

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Ahrensburg (ve). Zu Silvester rannten Feuerwehrkameraden zu Fuß durch den Ortsteil Wulfsdorf zu zwei brennenden Mülltonnen. Die Feuer löschten sie – doch ihre Einsatz bliebt nicht unbeobachtet und löste eine Eintrittswelle bei der Wehr aus.

Die neuen Anwärter der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg: Gemeindewehrführer Jürgen Stahmer, die Ortswehrführer Frank Backhaus und Florian Ehrich und Thomas Reich von der Stadtverwaltung begrüßten die neuen Feuerwehrkameraden zum Beginn ihrer Ausbildung in der Feuerwache in Wulfsdorf.

Die neuen Anwärter der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg: Gemeindewehrführer Jürgen Stahmer, die Ortswehrführer Frank Backhaus und Florian Ehrich und Thomas Reich von der Stadtverwaltung begrüßten die neuen Feuerwehrkameraden zum Beginn ihrer Ausbildung in der Feuerwache in Wulfsdorf.

Wer zur Feuerwehr möchte, muss vieles lernen. Er oder sie wird zunächst Anwärter. 17 Männer und Frauen gehören nun als Anwärter zu den wichtigsten Azubis der Stadt. Alleine im Ortsteil Wulfsdorf meldeten sich neun Männer und Frauen. „Es hängt tatsächlich damit zusammen“, erklärt der dortige Wehrführer Frank Backhaus, „dass wir gefragt wurden, wer eigentlich das Feuer lösche, wenn es brennt im Ortsteil Wulfsdorf. Als wir geantwortet haben „Eure Nachbarn“ sind sofort neue Nachbarn eingetreten.“ Sieben der neuen Mitglieder allein im Anschluss an einen Informationsabend der Wulfsdorfer Wehr.

Feuerwehr Ahrensburg: Die Ausbildung erfolgt in Wulfsdorf

Mit gravierenden Folgen für die Ahrensburger Wehr – nicht nur ihre Mannstärke betreffend. Denn bisher haben die Ahrensburger Kameraden ihre Azubis zu den Nachbarn nach Siek in die Ausbildung geschickt. „Jetzt sind es so viele, dass wir die Ausbildung doch selber übernehmen“, so Florian Ehrich, Wehrführer der Ahrensburger Wehr.

Und so standen gestern Abend 13 der 17 Anwärter auf dem Hof der Feuerwehr Wulfsdorf und absolvierten ihren ersten Übungsabend. Neben den neun in Wulfsdorf sind das drei junge Kameraden aus dem Ortsteil Ahrensfelde, zwei Kameraden aus Ahrensburg – davon einer aus der Jugendfeuerwehr – und drei Mitarbeiter der Firma Prinovis für die dortige Werkfeuerwehr.

Ausbildung der Anwärter: 70 Stunden theoretischer und praktischer Unterricht

Die müssen jetzt einiges lernen. 70 Stunden Ausbildung liegen vor ihnen, darin enthalten sind 16 Stunden Erste Hilfe, 17 Stunden entfallen auf Fahrzeug- und Gerätekunde, 16 Stunden praktische Ausbildung zum Löscheneinsatz und zehn Stunden praktische Ausbildung zur technischen Hilfeleistung. Die restlichen elf Stunden sind Rechtsgrundlagen, Verhalten und Umgang mit Gefahren und theoretische Grundlagen zum Thema „Brennen und Löschen“. Am Ende der Ausbildung findet eine theoretische und praktische Prüfung statt. Der Grundlehrgang wird organisiert von der Ortswehr Wulfsdorf und ihrem Wehrführer Frank Backhaus.

Für die Ortswehr Wulfsdorf ist das schon fast ein historischer Moment. Seit Jahren kämpft die Wehr um ausreichende Mannstärke, erst im vergangenen Jahr wurde auf der Hauptversammlung ein positiver Trend gesehen – da hatte die Wehr 19 Kameradinnen und Kameraden. Gemeindewehrführer Jürgen Stahmer wünschte sich damals 25 Mann, diese Hürde hat die Wehr nun genommen. Hoffen wir nun, dass alle Anwärter die Ausbildung auch rechtzeitig vollenden – sonst müssen sie zu Silvester wieder zu Fuß durch den Ortsteil laufen.

Und übrigens: Die Feuerwehr nimmt auch weiterhin neue Kameradinnen und Kameraden auf, mehr ist zu lesen auf der Internetseite www.feuerwehr-ahrensburg.de.

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