Versuchter Mord in der Müllverbrennungsanlage: Lebenslange Haft

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Stapelfeld/Lübeck (ve). Im Falle des versuchten Mordes in der Müllverbrennungsanlage ist gestern der Urteilsspruch vor Großen Strafkammer des Landgerichtes Lübeck erfolgt. Das Urteil lautet auf lebenslange Haft.

Dem 23 Jahre alten Angeklagten war zur Last gelegt worden, am 17. Juni 2015 in der Müllverbrennungsanlage in Stapelfeld einem ihm weisungsbefugten Mitarbeiter in Tötungsabsicht eine sogenannte Schlackegabel – eine vierzackige Metallforke – in das Gesicht gerammt zu haben. Für diese Tat muss er nun lebenslang in Haft.

Hinzu kommen weitere Vorwürfe. So hatte der Täter bei einem Fluchtversuch Passanten angegriffen. Auch in diesem Punkt wurde er für schuldig befunden.

Das Urteil der 1. Instanz ist derzeit noch nicht rechtskräftig. Dem Verurteilten bleibt eine Woche Zeit, Rechtsmittel einzulegen.

Der Angeklagte sitzt in dieser Sache seit dem 18. Juni 2015 in Untersuchungshaft. Das Opfer erlitt schwerste Verletzungen. Die Schlackegabel, die der Angeklagte im Schädel des Opfers stecken ließ, musste durch eine Notoperation entfernt werden. Zwar hat das Opfer den Angriff überlebt, wird jedoch mit schwersten Hirnschädigungen zur rechnen haben.

Foto:ThorbenWengert/pixelio.de

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