Audi Hamburg unterstützt Kampagne 
AutohausFAIR: IG Metall Küste sorgt für mehr Transparenz im Kfz-Handwerk

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Hamburg/Ahrensburg. Mit der neuen Internetseite von AutohausFAIR sorgt die IG Metall Küste für mehr Transparenz im Kfz-Handwerk in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Dort informiert sie darüber, welche Autohäuser sich an Tarifverträge halten, einen Betriebsrat haben und ausbilden. Aus Sicht der Gewerkschaft sind das die Kriterien für ein faires Autohaus.

Transparenz mit dem AutohausFAIR: ürgen Deforth, Geschäftsführer der Audi Hamburg GmbH, der Betriebsratsvorsitzende Andreas Wesemann-Müller, und Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. Foto:Audi Hamburg GmbH

Transparenz mit dem AutohausFAIR: ürgen Deforth, Geschäftsführer der Audi Hamburg GmbH, der Betriebsratsvorsitzende Andreas Wesemann-Müller, und Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste.
Foto:Audi Hamburg GmbH

„Im Supermarkt, beim Klamottenkauf und im Café: Immer mehr Menschen achten auf faire Arbeitsbedingungen. Das wollen wir mit unserer Internetseite auch bei Autohäusern ermöglichen“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Früher stand das Logo der Kfz-Innungen für faire Arbeitsbedingungen. Weil diese in den drei Bundesländern seit einigen Jahren aber keine Tarifverträge mehr abschließen, starten wir diese bundesweit einmalige Informationsoffensive“, so der Gewerkschafter. „Wir wollen die guten Beispiele herausstellen, aber auch gleichzeitig den Druck auf diejenigen steigern, die Tarifverträge umgehen und auf Kosten der Beschäftigten Dumpingpreise anbieten.“

Zur Internetseite AutohausFAIR

Die IG Metall Küste erwartet auch, dass sich öffentliche Auftraggeber wie Länder, Städte und Gemeinden damit beschäftigen, bei was für Unternehmen sie ihre Autos kaufen und reparieren lassen. „Die Tariftreue- und Vergabegesetze gelten auch bei Aufträgen im Kfz-Handwerk“, erklärte Geiken. Bislang haben der IG Metall Küste allerdings erst wenige Auftraggeber versichert, dass sie ihre Fahrzeuge in fairen Autohäusern kaufen und zum Service bringen. Von den 200 angeschriebenen Behörden und öffentlichen Unternehmen antworteten nur ein Dutzend.

Als erstes Unternehmen in Hamburg hat sich die Audi Hamburg GmbH mit allen Standorten in Hamburg und Ahrensburg zu den Zielen der AutohausFair-Kampagne bekannt. „Dabei haben wir in erster Linie unsere Kunden, aber auch potentielle Arbeitnehmer im Blick. Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass wir ein Unternehmen sind, das faire Arbeitsbedingungen anbietet, und zu den wenigen gehört, die ihre Mitarbeiter nach dem Tarifbetrag entlohnen. Damit sind wir in der Kfz-Branche in Hamburg ein attraktiver Arbeitgeber. Zu fairen Arbeitsbedingungen gehört bei uns auch eine kontinuierliche Entwicklung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter, was unseren Kunden zu Gute kommt.“ sagt  Jürgen Deforth, Geschäftsführer Audi Hamburg GmbH.

Der Betriebsratsvorsitzende Andreas Wesemann-Müller ergänzte: „Tarifverträge, Betriebsräte und Ausbildung sind in der Branche längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Umso wichtiger ist es uns, diese für die Beschäftigten positiven Merkmale herauszustellen.“

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