Schleswig-Holsteinische Universitätsgesellschaft: Vorträge über verborgene Insektenwelten und die Landschaft und Kultur Südamerikas

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Ahrensburg/Großhansdorf (je/pm). Wenn Sie sich für verborgene Insektenwelten oder die Landschaft und Kultur von Patagonien und Feuerland interessieren, sollten Sie die aktuellen Vorträge der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft nicht versäumen.

Blick in den Nationalpark Torres del Paine in Patagonien. Foto: Silke Bachmann / pixelio.de

Blick in den Nationalpark Torres del Paine in Patagonien.
Foto: Silke Bachmann / pixelio.de

Am Dienstag, 10. Mai 2016, um 20 Uhr, gibt Prof. Dr. Urs Wyss vom Institut für Phytopathologie der Christian-Albrechts-Universität Kiel im Gemeindesaal der Schlosskirche, Am Alten Markt 9, mit einem Film einen faszinierenden Einblick in den Mikrokosmos der Insekten, der mit bloßem Auge nicht sichtbar ist.

Das Leben der Larven

Die Monsterlarven von Schwebfliegen und Florfliegen fressen Hunderte von Blattläusen, bevor sie sich in grazile, Blüten besuchende Lebewesen verwandeln. Die Blattlausschlupfwespen greifen ihre Wirte heimtückisch unbemerkt von hinten oder offen aggressiv von vorn an, um sie mit einem Ei zu belegen. Eine winzige, Eier parasitierende Art besteigt begattete Kohlweißling-Weibchen, um auf diese Weise per hitch-hiking direkt zum Eiablage-Ort zu gelangen.

Die Larven zweier pflanzenschädlicher Mottenarten bringen am Ende ihrer jugendlichen Entwicklung architektonische Meisterwerke zur Vollendung, um sich darin geschützt verpuppen zu können.

Patagonien und Feuerland: Landschaft und Kultur am Südzipfel Amerikas

Die windgepeitschten Landschaften Patagoniens im Süden von Chile und Argentinien gehören zu den eindrucksvollsten Naturräumen der Erde. Endlos scheinende Grassteppen, tiefblaue Fjorde, glitzernde Seen und Gletscher bilden atemberaubende Kontraste. Mit farbenprächtigen Bildern führt der Referent Dr. Andreas Mieth seine Zuhörer in einige der schönsten Naturlandschaften des südlichen Zipfels von Südamerika: in die Fjorde von Magallanes, in den Nationalpark Torres del Paine, zu den Steppen- und Vulkanlandschaften entlang der Magellanstraße und auf die Insel Feuerland. Jede dieser Landschaften wartet mit einem großen Reichtum an Tieren und Pflanzen auf. Durch die Steppen ziehen Guanako-Herden. Auf vorgelagerten Inseln nisten Tausende von Pinguinen. In alten Südbuchenwäldern wachsen Magellan-Orchideen und farbenprächtige Pantoffelblumen. Doch nicht nur eindrucksvolle Tiere und Pflanzen, auch Menschen leben schon seit Jahrtausenden in dieser Extremlandschaft. Dr. Andreas Mieth vom Institut für Ökosystemforschung der Christian-Albrechts-Universität geht am Donnerstag, 12. Mai 2016, um 19.30 Uhr auf die außergewöhnlichen Kulturen der einstigen Ureinwohner ein, deren Aussterben mit den legendären Entdeckungsreisen der Europäer an dieses Ende der Welt begann.

Der Vortrag wird im Rosenhof 1, Hoisdorfer Landstraße 61, Großhansdorf gehalten.

Für beide Vorträge beträgt der Eintritt fünf Euro, ermäßigt vier Euro. Studenten und Schüler zahlen einen Euro, Mitglieder sind frei.

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