Hund riss Rehkitz: Tangstedter Polizei verschärft Kontrollen von Hundehaltern im Wald

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Tangstedt (ve/ots). Die Polizei Tangstedt hat die Faxen dicke. Nachdem ein Hund, der ohne Herrchen im Wald unterwegs war, ein Rehkitz gerissen hat, verschärft sie nun die Ahndung von Hundehaltern, die ihre Hunde nicht an der Leine führen.

Wer kennt diesen Hund und dessen Halter? fragte die Polizei Tangstedt. Foto:Polizeidirektion Bad Segeberg

Wer kennt diesen Hund und dessen Halter? fragte die Polizei Tangstedt.
Foto:Polizeidirektion Bad Segeberg

Der Hund konnte fotografiert werden (siehe Foto), aber sein Führer, der nicht vor Ort war, bisher nicht ermittelt werden. Die Polizei Tangstedt bittet unter der Telefonnummer 04109 / 92 82 um Hinweise, damit das eingeleitete Ordnungswidrigkeiten-Verfahren gegen den Verantwortlichen geführt werden kann und fragt:“ Wer kennt diesen Hund und dessen Halter/Führer?“

Polizei Tangstedt: Bußgeld wird sofort fällig

„In nächster Zukunft wird es vermehrt Kontrollen geben und die Verstöße gegen die Leinenpflicht werden ausnahmslos sanktioniert“, schreibt nun Volker Schmidt, Polizeihauptkommissar und Leiter der Polizeistation Tangstedt. Dass heisst, wird der Hund ohne Leine im Wald angetroffen, werden die Personalien seines Führers festgestellt und es wird beim erstmaligen Verstoß ein Verwarnungsgeld in Höhe von 50 Euro fällig. Den Halter/Führer des abgebildeten Hundes erwartet ein Bußgeld ab 150 Euro aufwärts, neben dem Schadenersatz für das getötete Rehkitz an den zuständigen Jagdausübungsberechtigten. Der Appell der Polizei Tangstedt: „Halten Sie sich an die bestehenden Regelungen, nehmen Sie Rücksicht auf Mitmenschen und -geschöpfe und das Zusammenleben ist so einfach!“

Vorfälle mit Hunden: Es kommt auch zu Verletzungen

Zum Hintergrund: Die Polizei Tangstedt habe regelmäßig mit Konflikten zwischen unangeleinten Hunden, sonstigen Waldnutzern und wildlebenden Tieren in den Wäldern ihres Zuständigkeitsbereiches, insbesondere aber im Hamburger Forst im Bereich Wulksfelde zu tun, teilt die Polizeidirektion Bad Segeberg mit.

Meist stellten sich die Probleme so dar, dass Spaziergänger, Jogger oder Radfahrer von unangeleinten Hunden angebellt und angesprungen werden. Dabei komme es im günstigsten Fall zu Verschmutzungen der Kleidung, aber auch zu Verletzungen der Haut durch die Krallen der Tiere, selten tatsächlich auch zu Bissen. Für viele Menschen sei jedoch der psychische Stress in diesen Situationen am belastendsten.

Volker Schmidt: „Jetzt sollte man glauben, dass die Hundehalter in der Regel umgehend auf ihr Tier einwirken, um solche Situationen zu vermeiden, aber mit dem Weglassen der vorgeschriebenen Leine (Paragraf 17 Landeswaldgesetz: das Betreten des Waldes ist nur mit Hunden, die angeleint sind, und auf Waldwegen erlaubt), fallen auch bei so manchem Hundeführer die einfachsten Höflichkeitsregeln“.

Anstatt einer erwarteten Entschuldigung werde so mancher, der berechtigt Kritik übt, beschimpft. Sehr oft seien die Führer der Hunde nicht bereit, zu ihrer Verantwortung zu stehen und weigerten sich, die Personalien anzugeben, damit zumindest eine Schadenregulierung eingeleitet werden kann. Schmidt übt Kritik: „Eingesetzten Polizei- oder Forstbeamten wird oft ebenfalls lediglich mit Unverständnis begegnet, wenn auf die Leinenpflicht hingewiesen wird.“

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