Kreis Stormarn und Kreis Segeberg: Gemeinsames Geodatenmanagement

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Stormarn (je/pm). Auf Knopfdruck den Eigentümer eines Flurstücks ermitteln oder am Bildschirm prüfen, ob eine Bauvoranfrage in einem Wasserschutzgebiet liegt. Das sind Aufgaben, die in einer Kreisverwaltung täglich anfallen und die in den Kreisen Stormarn und Segeberg professionell durch eine gemeinsame Informationstechnik unterstützt werden.

Kreis Stormarn und Kreis Segeberg betreiben gemeinsames Geodatenmanagement. Foto: Kreis Stormarn

Kreis Stormarn und Kreis Segeberg betreiben gemeinsames Geodatenmanagement. Foto: Kreis Stormarn

Bereits 2013 gaben die beiden Landräte den Startschuss für eine Kooperation des IT-Verbundes Stormarn und des Kreises Segeberg zum Aufbau und zur Umsetzung einer gemeinsamen Geodateninfrastruktur und unterzeichneten einen öffentlich rechtlichen Vertrag für die Zusammenarbeit.

Gemeinsames Geodatenmanagement

Geodaten zählen in der öffentlichen Verwaltung zu den wichtigsten Grundlagen für fast alle Fachbereiche. Topographische Karten, Liegenschaftsinformationen, Luftbilder und Verwaltungsgrenzen sowie Daten von Bebauungsplänen oder des Fließgewässersystems sind nur einige wenige Beispiele für Geobasis- und Geofachdaten, die in der täglichen Arbeit benötigt werden.

Seit Oktober 2015 werden diese Daten über eine gemeinsame Hardwareplattform im Rechenzentrum des IT-Verbund Stormarn für beide Kreise bereit gestellt und gepflegt. Derzeit nutzen bereits fast 1.000 Anwender, darunter viele kreisangehörige Kommunen, die Geodateninfrastruktur. Die Datenhaltung erfolgt dabei getrennt nach Kreisen, trotz einheitlicher Hardware. So wird auch dem Datenschutz Rechnung getragen.

Das Vorgehen spart Kosten bei der Beschaffung von Softwarelizenzen und der Administration der komplexen IT-Landschaft. Daneben werden aber auch Synergien durch Wissensaustausch erreicht. So wird eine gemeinsame Weiterentwicklung von Schnittstellen zu speziellen Fachverfahren
vorangetrieben, beispielsweise in der Umweltverwaltung.

Die Verknüpfung und Kommunikation zwischen den Programmen
ermöglicht dann die Darstellung eines geschützten Biotops auf einer Karte und die Ermittlung des betroffenen Eigentümers per Mausklick. Weitere Schnittstellen, wie beispielsweise zum Baugenehmigungsverfahren, sind in der Testphase oder Entwicklung.

Ein kommendes gemeinsames Ziel der beiden Kreise ist die Verbesserung der Informationsbereitstellung anhand von offiziellen Kreiskarten im Internet, denn in Zeiten von google maps und Co. ist der Zugriff auf Geoinformationen auch für Bürgerinnen und Bürger zunehmend selbstverständlich geworden. So kommen beide Kreisverwaltungen in Sachen E-Government gemeinsam Schritt für Schritt voran und machen gleichzeitig das Verwaltungshandeln effizient.

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