AOK-Pflegekasse zahlte 2015 rund 600.000 Euro für Verbesserungen des Wohnumfeldes in Schleswig-Holsteins Südosten

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Ahrensburg (je/pm). Die Ausgaben für Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes sind im vergangenen Jahr im Südosten Schleswig-Holsteins, in der Hansestadt Lübeck, im Kreis Stormarn, Herzogtum Lauenburg und Nordkreis Bad Segeberg deutlich gestiegen.

Bauliche Maßnahmen ermöglichen es vielen Pflegebedürftigen, im eigenen Zuhause zu bleiben. Foto: AOK

Bauliche Maßnahmen ermöglichen es vielen Pflegebedürftigen, im eigenen Zuhause zu bleiben. Foto: AOK

Nach einer aktuellen Auswertung zahlte die AOK Nordwest als Pflegekasse etwa 600.000 Euro an ihre Versicherten für die barrierefreie Umgestaltung von Wohnungen. Das sind über 100 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

„Mit wohnumfeldverbessernden Maßnahmen helfen wir Pflegebedürftigen, im eigenen Zuhause zu bleiben, denn die Erhaltung des sozialen Umfeldes und eine selbständige Lebensführung tragen zu mehr Lebensqualität und Lebensfreude im Alter bei“, sagt AOK-Niederlassungsleiter Jens Bojens aus Ahrensburg.

Gründe für den Anstieg

Gründe für den hohen Anstieg sieht Jens Bojens in der Zunahme der Fälle: Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Leistungsempfänger in der Region in 2015 um fast 67 Prozent auf über 220. Zurückzuführen ist dies auf die zunehmende Transparenz über die Leistungen der Pflegeversicherung und die kontinuierlich steigende Zahl der Pflegebedürftigen. Insgesamt waren in Schleswig-Holstein im Jahr 2015 mehr als 38.300 AOK-Versicherte pflegebedürftig, in 2014 rund 36.900 Versicherte. Davon wurden fast 65 Prozent zu Hause von Angehörigen und ambulanten Pflegediensten versorgt.

„Außerdem hat der Gesetzgeber mit dem Ersten Pflegestärkungsgesetz zum 1. Januar 2015 den Zuschuss für Anpassungen des Wohnumfeldes an die Situation Pflegebedürftiger deutlich von 2.557 auf 4.000 Euro erhöht“, so Jens Bojens. Voraussetzung für die Förderung ist, dass durch die Wohnraumanpassung die Pflege zu Hause ermöglicht oder erheblich erleichtert wird. Oft sind es Umbaumaßnahmen wie Rollstuhlrampen, die Verbreiterung von Türen oder das Einbauen eines Treppenliftes, die es Pflegebedürftigen ermöglichen, im eigenen Zuhause zu bleiben. Auch sanitäre Anlagen können zum Problem werden. Begehbare Duschen, höherverstellbare Waschbecken und Haltegriffe können helfen, sich im Bad besser zu bewegen. Wichtig ist auch, Stolperfallen zu vermeiden und auf Rutschfestigkeit zu achten, um Stürzen vorzubeugen.

Wer an Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes interessiert ist, sollte sich von seiner Pflegekasse beraten lassen. Wichtig ist, dass ein entsprechender Antrag vor Beginn des Umbaus gestellt wird. Auf Wunsch kommen die Pflegeberater der AOK auch nach Hause, um über die Leistungen der Pflegeversicherung zu informieren und den Pflegebedarf zu analysieren.

Weitere Informationen finden Sie unter www.aok.de/nw Rubrik Gesundheit. (Quelle:AOK)

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