Chlorid im Beton: Bauarbeiten an der Autobahnbrücke Reinfeld dauern länger

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Lübeck (je/pm). Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, Niederlassung Lübeck, teilt mit, dass die laufenden Arbeiten für die Grundinstandsetzung des Brückenbauwerks an der Bundesautobahn A1 bei Reinfeld im Zuge der Richtungsfahrbahn Hamburg länger dauern werden als geplant.

Straße gesperrt. Foto:Silke Mascher

Straße gesperrt.
Foto:Silke Mascher

Unmittelbar nach der Einrichtung der neuen Verkehrsführung wurde mit den vorbereitenden Arbeiten für die Grundinstandsetzung des zweiten Teilbauwerks begonnen. Dabei wurde auch der gesamte Asphaltaufbau einschließlich Bauwerksabdichtung auf dem Bauwerk abgetragen und die Betoninstandsetzungsarbeiten an der Betonoberfläche der Fahrbahntafel vorbereitet.

Brücke bei Reinfeld: Chlorid-Belastungen führten zu Korrosion

Es wurden massive lokale Schädigungen der Bewehrung des Stahlbetons festgestellt. Sofort durchgeführte gutachterliche Untersuchungen ergaben stellenweise sehr starke Chlorid-Belastungen im Beton und damit einhergehende Korrosion der Bewehrung. Erst nach Ausarbeitung eines Instandsetzungskonzepts konnten die Arbeiten auf dem Bauwerk weitergeführt werden.

Sanierungsarbeiten dauern bis Ende August

Durch den Zeitverzug durch die Feststellung des Schadensumfangs, Ausarbeitung des Instandsetzungskonzepts und die nun anfallenden zusätzlichen Instandsetzungsarbeiten ist es nicht möglich, die Arbeiten des zweiten Bauabschnitts wie vorgesehen bis Anfang Juli 2016 abzuschließen. Somit muss die jetzige Verkehrsführung unter Sperrung einer Richtungsfahrbahn bis voraussichtlich zur 35. Kalenderwoche 2016 beibehalten werden.

Die im Rahmen der Bauvorbereitung durchgeführten Untersuchungen wiesen nicht auf Chlorid-Belastungen des Betons hin. Die ausgeführten Untersuchungen konnten in dieser Art und in diesem Umfang nur nach dem Entfernen des gesamten Asphalts auf dem kompletten Bauwerk durchgeführt werden.

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein bittet um Verständnis für die erforderlichen Arbeiten. (Quelle: Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein)

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