Lesermeinung zum Stadtfest Ahrensburg: Sicherheitskonzept am Disco Tower verbessern

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Leserbeitrag zu dem Artikel „Sexuelle Belästigung und Diebstahl auf dem Stadtfest Ahrensburg: War es Bandenkriminalität?“ von John Simon, Ahrensburg

Lieber Herr Westphal und EPM Concept,

“So etwas darf nicht wieder passieren“. Das ist ja mal eine Erkenntnis, die jetzt zum 36. Mal in den Medien steht und sogleich auch versäumt wurde. Na klar muss die Situation offen angegangen werden. Ich frage mich auch welche Entwicklung. Ich würde sagen, die Tendenz ist gleich bleibend. Sie ist sogar eher zurückgegangen. Immerhin gab es keine Tote auf dem Stadtfest – wie schon vorgekommen. Da das Opfer aber auf der AOK-Kreuzung abgestochen worden ist, zählt dieses natürlich nicht zum Stadtfest.

Natürlich sind die Vorfälle am Disco Tower vorgekommen. Wo sollten sie sonst passieren. Dort besaufen sich 14-jährige Jugendliche mit selbst mitgebrachten Schnaps.

Vor welchem Hintergrund die Taten erfolgen, kann ich auch leicht erklären.

Bei Diebstählen will sich der Dieb zu 99 % am Eigentum anderer bereichern.

Bei Körperverletzung kam es wahrscheinlich zu einem Streit zwischen zwei Leuten. (Wenn Stadtbekannte Nazis stockbesoffen mit knallroten Kopf und Kampfhund (immerhin an der Leine) laut pöbelnd Richtung Stadtfest ziehen, würde ich 1 Million Euro wetten, dass es in der nächsten halben Stunde zu einer Schlägerei kommt.)

Sexuelle Belästigung gehören zu den Stadtfesten genauso wie Körperverletzung und Diebstähle (Das ist traurige Realität). Nur, dass dieses nach den Vorfällen in Köln und Hamburg und wahrscheinlich in diversen anderen Städten jetzt mal zur Anzeige gebracht wird. Diesmal traut man sich, da dieses Thema nun endlich mal ernst genommen wird. Dieses Thema ist so alt wie der Rausch selber. Ich weiß nicht, ob es da einen Zusammenhang gibt.

Auch bei der Gegenwehr gibt es genau zwei Möglichkeiten: Entweder er rennt weg oder er schlägt zu. Kommt ganz auf das Gemüt drauf an.

Die Gäste auf dem Stadtfest besser schützen, ist ganz einfach. Zum Beispiel am Disco Tower einen Sicherheitsdienst hinstellen (Faustformel 2 Sicherheitsleute pro 100 Gäste), so um die zehn Leute, und zwar so, das man sie auch erkennt, damit man gleich Hilfe holen kann. Vielleicht auch Sicherheitsleute, die mit dem Milieu vertraut sind und keine 450 Euro-Studenten. Aber es wird natürlich wieder Geld gespart, wo man kann, und hinterher ist das Geschrei wieder groß. Man muss sich nur mal die Fluchtwege-Situation angucken. Was würde im Falle einer Panik passieren? Mit dem schlecht verlegten Kabeln und mit Buden, die vor möglichen Fluchtwegen stehen, brauche ich gar nicht erst eine Analyse anzufertigen.

Nehmen Sie diesen Kommentar als ernst gemeinten Vorschlag oder lassen Sie’s.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den CopyPaste Artikel im nächsten Jahr.

John Simon, Ahrensburg

PS: Frankreich hat das größte Sicherheitskonzept der Nachkriegszeit. Und bringt es was?

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