Deutscher Kinderschutzbund: Neues Kunstwerk im Kinderrechte-Park Bad Oldesloe eingeweiht

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Bad Oldesloe (je/pm). „Recht auf Privatsphäre“ steht auf dem neuen Kunstwerk im Kinderrechte-Park in Bad Oldesloe. Neun Kinder und Jugendliche konzipierten zusammen mit Mitarbeitern der Firma Metallbau Bork das neunte Kinderrechte-Schild im Park als von innen beleuchtete Stahlsteele.

Kinderrecht Privatsphäre: Renate Günther, Leitung Kinderhaus Blauer Elefant, Boris Bouchon, Sachbereichsleiter Jugendarbeit, Bad Oldesloe, Michelle, Birgitt Zabel, erste Vorsitzende des DKSB, Kristina Reichardt, Mitarbeiterin Kinderhaus Blauer Elefant, Max, Ingo Loeding, Geschäftsführer des DKSB, Marcel, Horst Möller, stellvertretender Bürgermeister, Bad Oldesloe, Maik Schwartze, Metallbau Bork. Foto: C. Henke, DKSB Stormarn

Kinderrecht Privatsphäre:
Renate Günther, Leitung Kinderhaus Blauer Elefant, Boris Bouchon, Sachbereichsleiter
Jugendarbeit, Bad Oldesloe, Michelle, Birgitt Zabel, erste Vorsitzende des DKSB, Kristina Reichardt, Mitarbeiterin Kinderhaus Blauer Elefant, Max, Ingo Loeding, Geschäftsführer des DKSB, Marcel, Horst Möller, stellvertretender Bürgermeister, Bad Oldesloe, Maik Schwartze, Metallbau Bork. Foto: C. Henke, DKSB Stormarn

„Das Recht auf Privatsphäre ist für uns Erwachsene ein hohes Gut“, erläutert Birgitt Zabel, Erste Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes Stormarn. „Die UN-Kinderrechte stellen noch mal fest, dass dieses grundsätzliche Menschenrecht auch für Kinder uneingeschränkt gilt und respektiert werden muss.“

"Recht auf Privatshäre" - das neunte Kunstwerk im Kinderrechte-Park Bad Oldesloe. Foto: C. Henke, DKSB Stormarn

„Recht auf Privatsphäre“ – das neunte Kunstwerk im Kinderrechte-Park Bad Oldesloe. Foto: C. Henke, DKSB Stormarn

Von der Idee bis zur Umsetzung

Die Idee zu dem blau beleuchteten Kunstwerk entstand im Kinderhaus Blauer Elefant Bad Oldesloe unter der Anleitung der Mitarbeiterin Kristina Reichhardt. Die Firma Metallbau Bork unterstützte das Projekt tatkräftig und übernahm auch die Kosten für das Material. Aus dem Kinderhaus beteiligten sich neun Jugendliche: Marie, Sophie, Marcel, Max, Dennis, Michelle, Jenny, Terry und Randy. Sie überlegten ausgiebig, welche Worte für sie für Privatsphäre stehen. Am Ende waren es vier Begriffe, die jeweils auf einer Seite des Stahlquaders eingraviert wurden: Freiheit – Privat – Psst – AFK. Besonders das letzte Kürzel wurde von den Erwachsenen nicht gleich verstanden. Den Begriff nutzen vor allem Jugendliche, die Computerspiele im Netz spielen. Wenn sie sich von ihrem Computer fort bewegen, schicken sie ihren Mitspielern die Nachricht „AFK“ für „away from keyboard“. Das heißt: „Nicht an der Tastatur“.

„Der Schutz der Privatsphäre ist in Zeiten des Internets zum großen Thema geworden“, meint Renate Günther, Leiterin des Kinderhauses Blauer Elefant. „Gerade Kinder und Jugendliche müssen lernen, ihre Geheimnisse und ihre Seele – denn dafür steht das blaue Licht im Inneren der Steele – vor unerlaubten Zugriffen zu schützen. Und wir Erwachsene müssen ihnen dabei helfen.“

Der Kinderrechte-Park wurde im Jahr 2010 mit dem ersten Kunstwerk zum „Recht auf einen eigenen Namen“ gegründet. Die Betreuung des Kinderrechte-Parks und die Anregung neuer Kunstwerke übernehmen Kinder und Mitarbeiter des Kinderhauses Blauer Elefant, die Familienhilfeeinrichtung des Deutschen Kinderschutzbundes. Acht der neun Kunstwerke wurden in enger Zusammenarbeit mit Oldesloer Kindern und Jugendlichen sowie Künstlern und Handwerkern entwickelt und erstellt. Die Stadt Bad Oldesloe unterstützt das Projekt. Der Kinderrechte-Park befindet sich auf der Grünfläche zwischen der Stormarnhalle und der Straße am Bürgerpark.

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