Getarnt als Verkehrskontrolle: Falsche Polizisten bedrohten Opfer mit Gaspistole

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Witzhave (ve/ots). Getarnt als Polizisten haben zwei Täter in der Nacht zu heute einen jungen Mann auf der Autobahn 24 überfallen und Schüsse aus einer Gaspistole gefeuert. Der Mann blieb glücklicherweise unverletzt. Zu einem der Täter gibt es eine Personenbeschreibung.

Ein 22-jähriger Mann war in der Nacht zum heutigen Donnerstag mit seinem Pkw von Hamburg kommend auf der Autobahn 24 in Richtung Schwarzenbek unterwegs. Vor der Autobahnabfahrt Witzhave überholte ihn ein dunkler, neuwertiger 7er BMW und signalisierte ihn anzuhalten.

Überfall als Verkehrskontrolle: „Stopp Polizei“ als Leuchtband auf dem Auto

Hierzu benutzten die Täter ein Leuchtband in laufenden Buchstaben mit den Worten:“Stopp Polizei!“, welches im mittleren bis oberen Bereich der Heckscheibe angebracht war. Die Täter lotsten ihn auf einen gesperrten Teerstreifen zwischen der Autobahnauf- und Abfahrt Witzhave.

Beide Täter traten an den Wagen heran, wobei auffiel, dass beide Männer orangefarbene Warnwesten ohne Aufdruck trugen. Einer der Täter erklärte, dass der junge Mann zu schnell gefahren sei. Nach einer kurzen Diskussion hielt der Täter plötzlich eine schwarze Pistole in der Hand und forderte Geld. Der Täter erhielt daraufhin etwa 80 Euro. Unvermittelt gab er zwei Schüsse in das Auto ab. Es handelte sich hierbei definitiv um eine Gaspistole. Der junge Mann erlitt glücklicherweise nur leichte Verletzungen und musste nicht ins Krankenhaus gebracht werden.

Beschreibung: Junge Männer in einem 7er BMW

Die beiden Täter entfernten sich in ihrem BMW in Fahrtrichtung Berlin. Ermittlungen ergaben, dass die angebrachten Kennzeichenschilder an dem flüchtigen BMW aus einem Diebstahl stammen. Eine sofort eingeleitete Funkfahndung mit zahlreichen Streifenwagen verlief ergebnislos.

Beschreibung der beiden Täter:
Erster Täter: Er ist etwa 25 bis 30 Jahre alt, 170 bis 185 Zentimeter groß, schlanke Statur, dunkle, kurze Haare, etwa 3 bis 6 Millimeter lang, schmales Gesicht, leicht abstehende Ohren, kein Bart- oder Brillenträger, er sprach akzentfreies Hochdeutsch, tiefe Tonlage, vermutlich Deutscher, er trug vermutlich eine Bluejeans und einen schwarzen Rundhalspullover.
Über den zweiten Täter kann nur angegeben werden, dass dieser ungefähr zehn Zentimeter größer ist, als der erste Täter.

Die Kriminalpolizei in Ahrensburg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die die Tat beobachtet haben oder Angaben zu den Tätern machen können, sich unter der Telefonnummer 04102-8090 zu melden.

Die Polizei warnt

„Sollten Sie als Verkehrsteilnehmer durch Polizeibeamte in Zivil angehalten werden, so lassen sie sich bitte den Dienstausweis zeigen“, so die Polizeidirektion Ratzeburg.

Sollten Sie erhebliche Bedenken haben, dass es sich tatsächlich um Polizeibeamte in Zivil handeln könnten, so können Sie jederzeit den Notruf über 110 wählen und sich bei den Beamten der Polizeileitstellen nach der Richtigkeit der Kontrolle erkundigen. Und schließlich: „Von Seiten der Polizei möchten wir an dieser Stelle eindringlich darauf hinweisen, dass es sich bei dieser so durchgeführten Tat nur um einen Einzelfall handelt.“

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