St. Johanneskirche: Gedenkveranstaltung für ihren Architekten Otto Andersen

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Ahrensburg (ve). Otto Andersen hat viele Spuren in Schleswig-Holstein hinterlassen. Eine davon steht in Ahrensburg – es ist die Johanneskirche. Der Förderverein St. Johanneskirche lädt nun zu einer Gedenkveranstaltung aus Anlass des 35. Todestages von Otto Andersen.

Themenbild St. Johanneskirche Ahrensburg.

Themenbild St. Johanneskirche Ahrensburg.

Die St. Johanneskirche mit ihrem markanten Turm gehört zum Stadtbild Ahrensburgs. 1962 von Otto Andersen erbaut, wurde sie 2013 in das Denkmalbuch des Landes Schleswig-Holstein eingetragen als typisches Beispiel der Kirchenarchitektur der 60 iger Jahre des 20. Jahrhunderts. Das zu dem Ensemble gehörige Pastorat und das Gemeindezentrum sind inzwischen von der Kirchenleitung an den Verein “Heimat” verkauft und von der Stadt Ahrensburg angemietet worden, dort sind jetzt zwei Flüchtlingsfamilien eingezogen.

Vorträge über den Architekten Otto Andersen und die Johanneskirche Ahrensburg

Der Förderverein St. Johanneskirche Ahrensburg möchte an den Architekten Otto Andersen erinnern, er lebte vom 12. Dezember 1924 bis zum 5. Juli 1981. Der Verein tut dies mit einer öffentlichen Veranstaltung am Sonnabend, 9. Juli 2016, ab 19.30 Uhr in der Johanneskirche, Rudolf-Kinau-Straße 19 in Ahrensburg. Bürgermeister Michael Sarach hat sein Kommen zugesagt, Bürgervorsteher Roland Wilde ist an diesem Wochenende in der Partnerstadt Feldkirchen zu Gast.

Auf der Veranstaltung wird es Vorträge geben von Claus Rautenberg aus Kiel sowie Hans-Peter Hansen und Dr. Klaus Tuch vom Förderverein St. Johanneskirche. Musikalisch begleitet wird der Abend vom Kammerorchester St. Johannes.

Der Förderverein verbindet mit der Ehrung des Architekten Otto Andersen auch die Überzeugung, dass die Kirche als Predigtstätte und als Ort kultureller Veranstaltungen weiterbestehen wird. „Die St. Johanneskirche ist die größte Kirche in Ahrensburg und prägt mit ihrem hohen Kirchturm die Stadtsilhouette. Die Menschen im Westen Ahrensburgs, nicht nur Gemeindeglieder, fühlen sich mit ihr verbunden“, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung.

Die Architektur Otto Andersens

In den 60er und 70er Jahren baute Otto Andersen eine Vielzahl von Kirchen und kirchliche Gemeindezentren im norddeutschen Raum von Flensburg bis Osnabrück. Sein Stil gilt als prägend für die in diesen Jahren rege Bautätigkeit der evangelischen Kirche. Auch der Bau der Johanneskirche in Ahrensburg, deren Grundsteinlegung 1960 erfolgte, fällt in diese Zeit. 1962 wurde die Kirche geweiht. Der Stein mit dem Christusmonogramm befindet sich unter dem Altarblock.

Auswahl der Kirchenbauten, die vom Architekten Otto Andersen errichtet wurden:
Paul-Gerhardt-Kirche in Hamburg-Bahrenfeld (1954–1955) (zusammen mit Alfred Behrmann)
Kirche St. Peter in Hamburg-Groß Borstel (1956–1958)
Thomaskirche in Schulensee bei Kiel (1957–1959)
St.-Johanneskirche in Ahrensburg (1960–1962)
Ansgarkirche in Elmshorn (1961–1962)
Erlöserkirche in Uetersen (1961)
St.Ansgar-Gemeindezentrum in Hamburg-Othmarschen (1961–1964)
Trinitatis-Kirchenzentrum in Hamburg-Rahlstedt (1961–1965)
Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Hamburg-Rahlstedt (1965–1967)
Bonnus-Gemeindezentrum in Osnabrück (1962–1967)
Dreifaltigkeitskirche in Lübeck-Kücknitz (1965)
Auferstehungskirche in Heide (1963–1965)
Martin-Luther-Gemeindezentrum in Ehlershausen bei Hannover (1964–1967)
Evangelisches Gemeindezentrum Blockdiek, Bremen – Osterholz (1971)[2]
Friedenskirche in Schleswig
Kirche in Kappeln-Ellenberg
Heilig-Geist-Kirche in Pinneberg
Kirche in Bliesdorf

Quelle: Förderverein St. Johanneskirche Ahrensburg

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