Polizei: Pfiffige Rentnerin fällt nicht auf „Enkeltrickbetrug“ herein

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Ahrensburg (ve/ots). Lieber einmal mehr nachfragen – dachte sich eine Rentnerin. Und wurde dadurch kein Opfer des so genannten Enkeltrickbetrugs.

Heute Vormittag meldete sich gegen 11.45 Uhr eine 89-jährige Rentnerin bei der Polizei in Ahrensburg. Sie gab an, 15 Minuten vorher von einer Frau angerufen worden zu sein. Die Frau nannte ihren Namen und gab sich als Nichte der 89-Jährigen aus. In dem Telefonat meinte die „Nichte“, sie wäre in einer Notlage und würde dringend Geld benötigen und dieses etwas später abholen.

Die Ahrensburgerin hatte tatsächlich eine Nichte mit dem angegebenen Namen. Jedoch kam ihr die Stimme verändert vor. Ein Anruf der 89-jährigen beim Ehemann ihrer Nichte entlarvte den Anruf dann als Trickbetrug. Anschließend informierte die Dame dann die Polizei.

Die Kriminalpolizei Ahrensburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Konkrete Täterhinweise liegen derzeit noch nicht vor. Für das Jahr 2016 liegen der Kripo Ahrensburg neben dem aktuellen Fall insgesamt zwei weitere Anzeigen dieser Art vor. In beiden Fällen ist es ebenfalls nicht zu einer Geldübergabe gekommen.

Enkeltrick: Präventive Hinweise der Polizei

Beim so genannten „Enkeltrickbetrug“ erhalten üblicherweise ältere Menschen Anrufe vermeintlicher Familienangehöriger. Diese schildern eine fiktive Notlage und bitten meist um Bargeld.

Die Polizei warnt: “Sollten Sie solche Anrufe bekommen, vergewissern Sie sich nach Möglichkeit immer durch Rückfragen in der Familie, ob tatsächlich eine Notlage innerhalb der Familie besteht. Gehen Sie nicht ohne weiteres zur Bank, um Geld abzuholen. Lassen Sie auf keinen Fall Ihnen unbekannte Personen ins Haus oder die Wohnung. Verständigen Sie in Zweifelsfall immer die Polizei.”

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