Praktikant im Kreisarchiv Stormarn sortiert Schwerdtfeger-Nachlass

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Stormarn (je/pm). Anfang Juni 2016 kam Arvid Hagge als Praktikant für fünf Wochen ins Stormarner Kreisarchiv. Der gelernte Elektriker wollte etwas ganz Neues ausprobieren: „Ich interessiere mich für Geschichte und Familienforschung und finde den Beruf schon länger sehr spannend. Nun passte es zeitlich und ich dachte mir, versuch es mal“, so der 21-jährige.

Praktikant Arvid Hagge beim Ordnen des Nachlasses von Klaus-Dieter Schwerdtfeger im Kreisarchiv Stormarn. Foto: Kreis Stormarn

Praktikant Arvid Hagge beim Ordnen des Nachlasses von Klaus-Dieter Schwerdtfeger im Kreisarchiv Stormarn. Foto: Kreis Stormarn

Gespräche mit der Verwaltung führen, Akten übernehmen und bewerten sind die ersten Schritte im Archiv. Danach folgen die Reinigung der Akten, das Verpacken in spezielle Archivmappen, die Vergabe von Signaturen und das Erfassen in der Datenbank. Auch einfache Verwaltungsaufgaben gehören dazu, wie zum Beispiel das Verfassen von Vermerken und das Beantworten von Nutzeranfragen.

Nachlass von Klaus-Dieter Schwerdtfeger

Gleich in der ersten Woche begann Arvid Hagge, den Nachlass von Klaus-Dieter Schwerdtfeger aus Trittau zu ordnen. Der Bestand des Eisenbahnforschers umfasst rund 16.000 Aufnahmen. Der Praktikant trug die Entstehungsdaten und Orte, an denen die Fotos entstanden, in die Datenbank ein, um einen Überblick zu bekommen. Eine wichtige Aufgabe dabei ist es, private Fotografien mit einer Sperrfrist zu versehen, um die persönlichen Schutzrechte zu wahren.

Klaus-Dieter Schwerdtfeger dokumentierte ab den 1960er Jahren viele Bahnhöfe, Gleisabschnitte und Lokomotiven in Stormarn, anderen Teilen Deutschlands oder im Ausland und hinterließ einen wertvollen Bestand an Farbdias. Vor allem seinem Heimatort Trittau widmete er viele Bilder, mit denen die Entwicklung des Bahnhofes und der Strecke bis hin zu ihrer Stilllegung Anfang der Achtziger Jahre festgehalten wurde. Auch die Nähe zu Hamburg ist über seine Bilder deutlich zu erkennen: Der Hauptbahnhof, die U- und S-Bahn und sogar die alte Straßenbahn wurden von ihm fotografisch festgehalten.

Um die Recherche im Bestand zu vereinfachen, müssen die Bilder in einem späteren Arbeitsschritt noch genauer inhaltlich beschrieben werden. Das ist sehr zeitaufwändig und erfordert präzises und intensives Arbeiten. Der Kreisarchivar Stefan Watzlawzik freut sich über die Unterstützung des Praktikanten: „Wir sind einen großen Schritt weiter. Für alle, die sich für Eisenbahn in Stormarn interessieren, ist dies eine wertvolle Quelle.“

Quelle: Kreis Stormarn

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