PflegeNotTelefon und Pflegestützpunkt Kreis Stormarn: „Eure Sorge fesselt mich“

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Bad Oldesloe (je/pm). Freiheitsentziehende Maßnahmen in der Altenpflege erlangten in den vergangenen Jahren viel Aufmerksamkeit, sowohl aus rechtlicher als auch pflegefachlicher Perspektive. „Eure Sorge fesselt mich! Freiheitsentziehende Maßnahmen in der Pflege“, eine gemeinsame Veranstaltung des Projektes PflegeNotTelefon Schleswig-Holstein und des Pflegestützpunktes im Kreis Stormarn, beschäftigt sich am Donnerstag, 21. Juli 2016, von 15 bis 17 Uhr mit diesem Thema.

Wie pflegt man richtig? Foto:G.Mahmens/pixelio.de

Wie pflegt man richtig?
Foto:G.Mahmens/pixelio.de

Bettgitter, Gurte und andere mechanische freiheitsentziehende Maßnahmen werden in der Pflege nicht gerade selten benutzt. In den letzten Jahren fand jedoch vielerorts ein Umdenken statt. Auch in den Einrichtungen im Kreis Stormarn sind die Zahlen der Anwendung von freiheitsentziehenden Maßnahmen rückläufig. Darüber hinaus kommt der Gabe von Medikamenten zur Beruhigung eine große Bedeutung zu. „Das geschieht zur Ihrem eigenen Schutz“ ist eine der häufigen Begründungen, aber ist das wirklich so?

Eintritt frei, Anmeldung erbeten

Es gibt große Unterschiede zwischen den Einrichtungen: Einige kommen fast ohne freiheitsentziehende Maßnahmen oder mit wenig Psychopharmaka aus, andere schaffen dies nicht. Warum das so ist, ist ein Thema der Veranstaltung im Kreistagssitzungssaal der Kreisverwaltung Stormarn, Mommsenstraße 13, 23843 Bad Oldesloe.

Prof. Dr. Sascha Köpke vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Sektion Forschung und Lehre in der Pflege, forscht seit vielen Jahren intensiv zu dem Thema und hat gemeinsam mit Kolleginnen eine Leitlinie zur Vermeidung von freiheitsentziehenden Maßnahmen erstellt. Auf Grundlage der Leitlinie wurden weitere Informationsmaterialien entwickelt und deutschlandweit Schulungen durchgeführt. Prof. Dr. Sascha Köpke stellt im Rahmen der Veranstaltung aktuelle Forschungsergebnisse vor und zieht Schlussfolgerungen für die Praxis.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Um Anmeldung bei den folgenden Kontaktadressen wird gebeten:
Pflegestützpunkt im Kreis Stormarn, Mommsenstraße 13, 23843 Bad Oldesloe, Telefon 0 45 31 / 16 01 544,
b.barkmann@kreis-stormarn.de oder PflegeNotTelefon Schleswig-Holstein, c/o AWO Schleswig-Holstein,
Sibeliusweg 4, 24109 Kiel, Telefon 04 31 / 51 14 128, Fax: 04 31 / 51 14 559, post@pflege-not-telefon.de, www.pflege-not-telefon.de. Das PflegeNotTelefon wird gefördert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein.

 

Quelle:Kreis Stormarn

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