Filmclub im Marstall: Die Atomkraft und der Uranerzbergbau

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Ahrensburg (ve). Der Filmclub im Marstall Ahrensburg zeigt am Mittwoch, 3. August 2016, um 20 Uhr in der Remise den Dokumentarfilm „Yellow Cake“.

Yellow Cake wird das gelbe Pulver genannt, zu dem das im Bergbau gewonnene Uranerz verarbeitet wird. Yellow Cake bildet den Ausgangsstoff für die Herstellung von atomaren Brennelementen.

Dieser Anfang der nuklearen Kette ähnelt einer Terra incognita. Über dem Uranerzbergbau liegt seit 65 Jahren ein Geflecht aus Geheimhaltung und Desinformation. Weltweit und bis heute. Selbst in den jüngsten Debatten über die Atomkraft spielen die verheerenden Folgen des Uranerzbergbaus keine Rolle.

Deutschland, einst drittgrößter Uranproduzent der Welt, hätte allen Grund zur Sensibilität. Doch die Regierung beschließt im Oktober 2010, die Laufzeit der Atomkraftwerke zu verlängern. In dieser Zeit der neuen nuklearen
Euphorie nimmt der Film den Zuschauer mit auf eine Reise, die von den ehemaligen ostdeutschen Uranprovinzen Thüringen und Sachsen zu den großen Uranminen der Welt in Namibia, Australien und Kanada führt. Die Atomkatastrophe im März 2011 in Japan bringt die deutsche Regierung zum Umdenken.

Dieser Film zeigt, dass atomare Umweltzerstörung nicht erst im Reaktor beginnt. Er wurde in Zusammenarbeit von RBB, arte und dem MDR produziert. „Keine einfache Kost – aber notwendig!“, sagt dazu das Team vom Marstall.

Der Marstall in Ahrensburg von der Schlossbrücke aus gesehen.

Der Marstall in Ahrensburg von der Schlossbrücke aus gesehen.

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