Film im Peter-Rantzau-Haus: Töchter ohne Väter – Der Krieg und seine Folgen

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Ahrensburg (ve/pm). Der 1. September 1939  ist der Beginn des Zweiten Weltkrieges. Noch heute sind Auswirkungen von Leid, Verlust und Vertreibung auf ganz unterschiedlicher Weise in den Familien spürbar. Dies erfährt die Heilpraktikerin Angelika Grabow in ihrem beruflichen Alltag. Und lädt nun zu einer Vorführung des Filmes „Töchter ohne Väter“.

Die Folgen des Zweiten Weltkrieges: Im Peter-Rantzau-Haus wird der Film "Töchter ohne Väter" des Regisseurs Andreas Fischer gezeigt. Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus dem Flyer der Veranstaltung. Foto:[Qwasyx]©123RF.com

Die Folgen des Zweiten Weltkrieges: Im Peter-Rantzau-Haus wird der Film „Töchter ohne Väter“ des Regisseurs Andreas Fischer gezeigt. Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus dem Flyer der Veranstaltung.
Foto:[Qwasyx]©123RF.com

Angelika Grabow zeigt den Film über kriegsbedingt vaterlos aufgewachsene Frauen in Kooperation mit dem Peter-Rantzau-Haus am 1. September 2016 – dem Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 77 Jahren. Der Film dokumentiert Zusammenhänge und bricht die Sprachlosigkeit über das Thema auf. Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Möglichkeiten zum Austausch.

Regisseur Andreas Fischer geht in „Töchter ohne Väter“  der Frage nach, wie sich Verlust und Vaterlosigkeit durch den Zweiten Weltkrieg auf die Biographien der Töchter auswirkten. Die Väter starben an der Ostfront, in Kriegsgefangenschaft oder gelten seit Kriegstagen als vermisst.

Der Vater als Soldat im Zweiten Weltkrieg – Folgen für die Familien heute

Die Leben der Töchter, die kurz vor oder während des Krieges geboren wurden, sind deutlich vom Verlust des Vaters geprägt. Das Verhältnis zum toten Vater ist höchst zwiespältig. Die Töchter fragen sich, was der Vater im Krieg getan hat. War er möglicherweise in Verbrechen verstrickt? Andererseits sprechen viele Töchter bis heute von einer unstillbaren Sehnsucht nach diesem Mann, den sie nie gekannt haben. Die Figur des Vaters treibt sie um.

Neun kriegsbedingt vaterlos aufgewachsene Töchter sprechen in diesem Film über ihre Gedanken, Gefühle und Erfahrungen. Aus 60 Stunden Interviewmaterial gestaltete Andreas Fischer einen Film, der einen Eindruck von diesem Aspekt der gemeinschaftlichen Erfahrung der Kriegskindergeneration vermittelt.

Vorführung am 1. September 2016 im Peter-Rantzau-Haus

Im Anschluss gibt es Zeit für einen Austausch über das Thema. Gäste sind eingeladen, darüber zu sprechen, ob, wie oder was betroffene Töchter später, als erwachsene Frauen und Mütter an ihre eigenen Kinder weitergegeben haben und welche Auswirkungen diese Vaterlosigkeiten auch auf Partnerschaften und Berufe hatten.

Die Veranstaltung im Peter-Rantzau-Haus, Manfred-Samusch-Straße 9 in Ahrensburg, beginnt um 19 Uhr, der Eintritt kostet vier Euro.

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