Ein Flügel für das heute eröffnete Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe

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Bad Oldesloe (je/ve). Der 20.000 Euro teure Yamaha-Flügel im Oldesloer KuB ist da. Einen Tag vor der Eröffnung des Kultur- und Bildungszentrums in Bad Oldesloe kam der Flügel im Mehrzwecksaal an. Seit über fünf Jahren hatte Musikschulleiter Alireza Zare von diesem Moment geträumt und zielstrebig darauf hingearbeitet. Heute nun wurde das Kultur- und Bildungszentrum in Bad Oldesloe vom Innenstaatssekretärin Manuela Söller-Winkler eröffnet.

Am Klavier: Pianistin  Natalya Klem von der Oldesloer Musikschule. Um sie herum: Alireza Zare, Vertreter der Spender, Inken Kautter und Stadtkämmerin Mandy Treetzen im neuen Mehrzwecksaal. Foto: P. Niemeier/KLNGSTDT

Am Klavier: Pianistin Natalya Klem von der Oldesloer Musikschule. Um sie herum: Alireza Zare, Vertreter der Spender, Inken Kautter und Stadtkämmerin Mandy Treetzen im neuen Mehrzwecksaal. Foto: P. Niemeier/KLNGSTDT

Vor vier Jahren wurde die Idee konkret, als beim Klavierwettbewerb der Musikschule im Bürgerhaus ein Flügel zur Verfügung gestellt worden war. Der Förderverein der Musikschule startete Spendensammelaktionen, und auch Tastenpatenschaften konnten übernommen werden.

Viel Unterstützung für das gemeinsame Ziel

Das einzige große Problem: So schön der Wunsch war, so teuer war er auch, denn das Instrument kostete 20.000 Euro. Umso näher der Eröffnungstermin rückte, desto vielfältiger wurden die Bemühungen, die entsprechende Finanzierung auf den Weg zu bringen. Die Zahl der Unterstützer stieg ständig an und die Musikschule erfuhr große Rückendeckung. „Als Alireza Zare mit dem Wunsch an mich herantrat, haben wir natürlich versucht, die Musikschule so gut wie möglich zu unterstützen. Ein Saal in einem Kultur- und Bildungszentrum benötigt einen Flügel. Da stand die Kulturabteilung der Stadt direkt hinter Zare und seinen Mitstreitern“, so Kautter. Der Klngstdt und Stormarn Magic beteiligten sich an den Spendensammlungen. Im Rahmen des Oldesloer Stadtfestes wurden ebenfalls Spenden gesammelt. Auch das beliebte Vogelschießen und Zeltwirt Axel Sesiani konnten ihren Beitrag dazu leisten, dass ein Großteil des Yamaha-Flügels finanziert werden konnte. Die Oldesloer Politik gab die Rückendeckung mit einer Bürgschaft. Die Stiftungen der Sparkasse Holstein beteiligten sich ebenfalls. „Insgesamt haben wir 50 Tastenpatenschaften. Eine Familie hat sogar neun Tasten gekauft“, berichtet Zare. „Es ist so ein echtes Gemeinschaftsprojekt geworden, das dadurch sogar noch besser zum KuB passt, als wir vielleicht am Anfang dachten“, sagt Kautter.

„Es ist ein tolles Gefühl. Die ganzen Jahre haben wir so viel darum gerungen. Es war nicht immer einfach, aber wir haben immer daran geglaubt. Ich bin allen dankbar, die es ermöglicht haben, dass dieses schöne Instrument nun bereits am Eröffnungstag im Saal stehen kann. Ich freue mich auf viele Konzerte, an denen sich zahlreiche Oldesloer erfreuen werden“, sagte Zare, als das Instrument zum ersten Mal auf der Bühne des Kultur- und Bildungszentrums angespielt werden konnte.

Offizielle Eröffnung des Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe

Innenstaatssekretärin Manuela Söller-Winkler hat am heutigen 2. September 2016 das neue Kultur- und Bildungszentrum in Bad Oldesloe offiziell eröffnet.„Die Stadt Bad Oldesloe hat hier einen Ort für Kultur und Bildung in einer ganz neuen Qualität geschaffen. In zentraler Lage können im neuen Zentrum Einrichtungen und Aktivitäten aus den Bereiche Kultur, Stadtgeschichte, Erlebnis, Vereinsleben und Bildung gebündelt und wertvolle Synergieeffekte geschaffen werden. Für die Menschen aus Bad Oldesloe und aus der Region wird so ein vielfältiges Angebot erleb- und nutzbar sein“, sagte die Staatssekretärin bei der Einweihungsfeier des Zentrums.

Künftig werden die Volkshochschule der Stadt Bad Oldesloe, die städtische Jugendarbeit, Vereine aus den Bereichen Musik und Theater und die Tourismus- und Marketingabteilungen der Stadt in dem neuen Zentrum untergebracht. Das Kultur- und Bildungszentrum nutzt dafür das Bestandsgebäude des ehemaligen Amtsgerichtes und bezieht auch das angrenzende historische Rathaus mit ein. Zudem wurden ein Foyer- und Erschließungstrakt sowie ein Gebäudeteil zur Unterbringung einer Probebühne ergänzt. Rund 3.000 Quadratmeter stehen so für die verschiedenen Angebote zur Verfügung. Gefördert wurde das  Projekt mit Mitteln des Städtebauförderungsprogramms „Stadtumbau West“ des Bundes und des Landes Schleswig-Holstein.

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