Antrag von Bündnis 90/Die Grünen: Eine Quote für bezahlbaren Wohnraum

0

Ahrensburg (ve/pm). Die Politik debattiert derzeit kräftig, wo in der Stadt bezahlbarer Wohnraum entstehen könnte. Bündnis 90/Die Grünen gehen ein Schritt weiter und fordern mehr.

Jörg Hansen, Bündnis 90D/Die Grünen. Foto:pm

Jörg Hansen, Bündnis 90D/Die Grünen.
Foto:pm

Nach einer Anfrage zum Thema Wohnungsbau im Juli folgt jetzt der Antrag der Fraktion, zukünftig die Errichtung von gefördertem Wohnungsbau verbindlich festzulegen. Der Antrag der Grünen sieht vor, dass bei größeren Bauprojekten immer ein Anteil der Wohnungen beziehungsweise der Wohnfläche im Rahmen des geförderten Wohnungsbaues entstehen müssen. Dies soll gestaffelt – abhängig von der Größe des Bauprojektes – geschehen. Diese Wohnungen sollen dann zu Nettokaltmieten von 5,80 bis 7,20 Euro angeboten werden.

Bezahlbarer Wohnraum: Soll bei jedem Bauprojekt verbindlich integriert werden

Von ihrer Initiative erhoffen die Grünen sich, der hohen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum Rechnung zu tragen und auch erstmalig die auch Planungssicherheit für Investoren zu gewährleisten.

Das im Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) festgelegte maßvolle Wachstum der Stadt Ahrensburg, der derzeitige Siedlungsdruck im Hamburger Umland und alle Prognosen, machten für Ahrensburg dieses Instrument der Wohnraumentwicklung notwendig, so die Jörg Hansen in einer Pressemitteilung. Die Ergebnisse einer Anfrage der Partei im Juli zum Thema bezahlbarer Wohnraum habe gezeigt, dass viele Wohnungen in den nächsten Jahren aus der Mietpreisbindung fallen und eine deutliche Erhöhung der Mieten zu erwarten ist. Dem gelte es entgegenzuwirken.

„Ahrensburger Mieten zu teuer für Ahrensburger Angestellte“

Hansen: “Zurzeit ist es ja so, dass sich viele Menschen, die in Ahrensburg arbeiten, sich hier eine Wohnung gar nicht leisten können. Die Nachfrage nach preiswertem Wohnraum ist enorm. Wir können nicht ständig neue Gewerbegebiete ausweisen, wenn sich die Beschäftigten in Ahrensburg das Wohnen nicht mehr leisten können. Das bedeutet vermehrtes Einpendeln zur Arbeitsstätte und die damit verbundenen verkehrlichen Probleme.”

Und noch eines möchte Hansen mit dem Antrag deutlich machen: Er möchte als ehemalige Kandidat für das Bürgermeisteramt sein damaliges Versprechen einlösen, sich in dieser Sache mehr einzusetzen.

Bündnis-90-Die-Grünen_Logo-OV-Ahrensburg-Themenbild

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren