Agentur für Arbeit: Niedrigste Arbeitslosenquote seit 1997/Zahl der Flüchtlinge erfasst

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Bad Oldesloe (ve/pm). Neue Zahlen der Agentur für Arbeit: Im September hat die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Stormarn im Vergleich zum Vormonat deutlich um 226 abgenommen und beträgt jetzt 4.425.

Die Arbeitslosenquote ist in der Folge um 0,2 Prozentpunkte zum August gesunken und liegt aktuell bei 3,5 Prozent. Das ist die niedrigste Arbeitslosenquote im Monat September seit Erhebung der Arbeitslosendaten auf Kreisebene 1997. Vor einem Jahr waren noch 4.520 Menschen arbeitslos und damit 95 mehr auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote lag seinerzeit bei 3,6 Prozent.

Arbeitsmarkt in Stormarn: Zahl der Stellen steigt um zehn Prozent

Von Unternehmen im Kreis Stormarn waren im September insgesamt 1.753 sozialversicherungspflichtige Stellen als vakant gemeldet, 44 (minus 2,4 Prozent) weniger als im Vormonat und 257 (plus 17,2 Prozent) mehr als im September vergangenen Jahres. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeber-Service bereits 4.368 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, 367 oder 9,2 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Neu in der Statistik: Zahl der Flüchtlinge

Seit Ende Juni weist die Statistik der Agentur für Arbeit außerdem die Arbeitslosigkeit geflüchteter Menschen gesondert aus. Im September wurden 1.118 Schutzsuchende im Kreis Stormarn von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter betreut. Knapp zwei Drittel von ihnen besuchen entweder einen Sprachkursus, einen Integrationskursus des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) oder nutzen eine Fördermaßnahme der Arbeitsagentur oder des Jobcenters. 364 sind aktuell arbeitslos gemeldet. Dies sind sieben weniger als im August.

Zukunftsstarter gesucht – Initiative Ausbildung für junge Erwachsene wird fortgesetzt

Menschen ohne berufliche Qualifikation seien erfahrungsgemäß immer wieder von Arbeitslosigkeit betroffen, so die Arbeitsagentur. Die gemeinsame Initiative von Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und Bundesagentur für Arbeit (BA) wird unter dem Namen „Zukunftsstarter“ fortgesetzt. Arbeitsagenturen und Jobcenter können bis Ende 2020 weiteren 120.000 jungen Erwachsenen im Alter zwischen 25 und 35 Jahren das Nachholen von Berufsabschlüssen ermöglichen.

Durch eine zum 01.08.2016 in Kraft getretene Rechtsänderung ist künftig eine noch bessere und intensivere Unterstützung der beruflichen Weiterbildung möglich. So können zum Beispiel Defizite im Bereich von Grundkompetenzen abgebaut und Motivation sowie Durchhaltevermögen durch Weiterbildungsprämien für bestandene Zwischen- und Abschlussprüfungen gesteigert werden. Auch Unternehmen könnten „Zukunftsstarter“ werden, indem sie einen Umschüler oder eine Umschülerin ausbilden und so ihren Fachkräftebedarf decken, wirbt die Arbeitsagentur.

Quelle: Agentur für Arbeit Bad Oldesloe

Foto: Dr. K.U. Gerhardt, pixelio.de

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