Christo in Ahrensburg? Verpackungskunst an der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule

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Ahrensburg (ve/pm). Wie geht eigentlich Kunst? Ganz einfach – ein paar Gedanken, Goldfolie und ein bisschen Fingerfertigkeit.

Kunstprojekt an der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule. Foto: Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule Ahrensburg

Kunstprojekt an der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule.
Foto: Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule Ahrensburg

Mit diesen Fragen haben sich Schülerinnen und Schüler der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule im Rahmen des Kunstunterrichtes an zwei Skulpturen auf ihrem Schulgelände gemacht. Sie haben sie aufwändig in Goldfolie verpackt.

Was passiert, wenn sie etwas, dass jedem doch alltäglich begegnet, auffällig wie ein Geschenk verhüllen? „Man nimmt es plötzlich verstärkt wahr, fragt sich, wie es ohne Verhüllung aussieht – und ist vielleicht enttäuscht, dass die Verpackung schöner ist, als der Inhalt“, so eine Aussage zum Kunstprojekt an der Gemeinschaftsschule. Thema der Arbeit war daraufhin die Frage, wie Wertschätzung entsteht oder wieder  gesteigert werden kann?

Verhüllt wurde die „Kunst am Bau“ an der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule

In Falle des Projekte jetzt an der Schule handelte es sich um eine Sonnenuhr und um eine Bronzeplastik auf dem Schulgelände. Beide stammen aus der Bauzeit der Schule, als es noch verpflichtend für den Bauträger war, einen Teil der Bausumme in Bauplastik und die so gennante „Kunst am Bau“ zu investieren. Künstler und Werkstatt sind der Schule unbekannt.

Schülerinnen und Schüler haben diese Plastiken nun mit Goldfolie verhüllt, inspiriert durch den Künstler Christo, der mit Verhüllungen großer und staatstragender Gebäude berühmt geworden ist. Dort wie hier stellten die Schüler schnell fest, wie schnell die Skupltur unter der Verpackung vergessen ist, ihr Erscheinungsbild aus der Erinnerung schwindet. Was hielten die beiden Knaben in kurzen Hosen in der Hand? Spielzeug, Lineale, Tiere? „Eine Verpackung lässt uns wundern. Verpacken und Auspacken machen Spaß“, so die Schüler im Anschluss. Und mit der künstlerischen Arbeit von Christo und Jeanne-Claude haben sie sich auch ganz nebenbei intensiv auseinander gesetzt.

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