LungenClinic Grosshansdorf: Neue Palliativstation mit zehn Betten

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Großhansdorf (ve/pm). Mit einem großen Festakt wurde gestern in der LungenClinic Großhansdorf eine neue Station eröffnet – die interdisziplinäre Palliativstation.

Neue Palliativstation in der LungenClinic Großhansdorf: Ein Blick in den Aufenthaltsraum der Station. Foto:LungenClinic Großhansdorf

Neue Palliativstation in der LungenClinic Großhansdorf: Ein Blick in den Aufenthaltsraum der Station.
Foto:LungenClinic Großhansdorf

Zehn Betten ergänzen in dieser neu geschaffenen Palliativstation das Versorgungsangebot der LungenClinic Grosshansdorf. Die vier Zweibett- und zwei Einbettzimmer sind eine Fortsetzung des medizinischen Betreuungsangebots der auf Lungenerkrankungen spezialisierten Klinik im Norden Hamburgs. Ein Team aus Ärzten, Pflegekräften, Physio-, Atem- und Psychotherapeuten, Seelsorgern sowie Sozialarbeitern gewährt den Patienten eine 24-Stunden-Versorgung.

Palliativstation in der LungenClinic: Körperliche und seelische Pflege

Im Mittelpunkt stehe dabei eine aktive, ganzheitliche Behandlung, die die Symptome der Patienten kontrolliert und bei Bedarf auf moderne therapeutische Verfahren zur Behandlung von zum Beispiel Luftnot oder Schmerzen zurückgreifen kann, heißt es von Seiten der Klinik. Das pflegerische Angebot der Palliativstation umfasse eine aktivierende oder begleitend-therapeutische Pflege durch im Palliativbereich qualifiziertes Personal. Eine Pain Nurse, also eine auf Schmerzbehandlung spezialisierte Krankenschwester, biete neben physiotherapeutischen Behandlungen beispielsweise auch eine Aromatherapie, teilt die Klinik mit.

Darüber hinaus stünden nicht nur den Patienten, sondern auch deren Angehörigen Mitarbeiter des hauseigenen Sozialdienstes zur Verfügung, der beispielsweise Unterstützung bei der Organisation der Anschlussversorgung nach dem stationären Aufenthalt bietet oder bei sozial-rechtlichen Fragen berät. Auch eine Psychologin sowie eine Krankenhausseelsorgerin stünde den Patienten und ihren Angehörigen zur Seite. Nicht zuletzt könne das klinikinterne Ethikkomitee angefragt werden, wenn Beratung in medizinischen Grenzfällen gewünscht ist.

Festakt zur Eröffnung mit Senatorin Prüfer-Storcks und Bürgermeister Voß

„Wir sind stolz darauf, mit unserer eigenen Expertise diese Palliativstation aufgestellt zu haben“, so Prof. Dr. med. Klaus F. Rabe, Medizinischer Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor der LungenClinic Grosshansdorf. „Zumal Schleswig-Holstein palliativ unterversorgt ist. Jetzt können wir Ansprechpartner für Ärzte und Spezialpflegedienste in unserem Einzugsgebiet sein, wo es bislang noch keine stationäre Palliativversorgung gab.“

Rund 150 Vertreterinnen und Vertreter aus dem Gesundheitsbereich, der Politik, Wirtschaft, Medien und benachbarten Krankenhäusern waren der Einladung gefolgt und nahmen die Möglichkeit wahr, im Anschluss an die Veranstaltung die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen. Darunter auch Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks: „Die LungenClinic Grosshansdorf nimmt als hochspezialisierte Fachklinik eine wichtige Aufgabe bei der Versorgung von Menschen mit schweren Erkrankungen der Lunge, des Brustkorbs und der Atemwege wahr. Die interdisziplinäre Palliativstation trägt dazu bei, dass unheilbar erkrankte Patientinnen und Patienten noch besser behandelt werden können, um ihnen ein möglichst selbstbestimmtes Leben und eine Linderung ihrer Schmerzen und Ängste zu ermöglichen“, sagte sie in ihrem Grußwort. Großhansdorfs Bürgermeister Janhinnerk Voß stellte fest: „Ich freue mich über die nochmalige Verbesserung des Angebots für die Patientinnen und Patienten, zeigt es doch einmal mehr, wie innovativ die LungenClinic ist.“

Dr. med. David F. Heigener, Oberarzt und Palliativmediziner der Station, wies auf die Bedeutung der Palliativmedizin hin: „Wir betreiben bereits seit Jahrzehnten Palliativmedizin. Unsere Patienten haben sehr viele pneumologische Erkrankungen wie Karzinome, Fibrosen oder auch COPD, die nicht heilbar sind und die Lebenserwartung teilweise deutlich einschränken. Bislang konnten wir diese Patienten palliativ mit unserem spezialisierten Palliativ Care Team versorgen. Die Einrichtung einer eigenen Station gibt uns jetzt noch bessere Möglichkeiten der Betreuung.“

 

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