Schloss Reinbek: Diskutieren oder ignorieren? Über den Umgang mit Rechtspopulisten

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Reinbek (je/pm). Links liegen lassen oder zurecht weisen? Wie soll die Gesellschaft auf die Populisten an ihrem rechten Rand reagieren? Darüber soll im Schloss Reinbek diskutiert werden.

Demonstration vor dem Schloss Reinbek im Februar 2016. Diskussionsabend mit dem Verein Tribüne am 7. November 2016 im Schloss Reinbek. Foto: SPD Schleswig-Holstein

Demonstration vor dem Schloss Reinbek im Februar 2016. Diskussionsabend mit dem Verein Tribüne am 7. November 2016 im Schloss Reinbek. Foto: SPD Schleswig-Holstein

Der Verein Tribüne widmet sich gemeinnützig der Förderung und Pflege der staatspolitischen Bildung. Am Montag, 7. November 2016, um 19 Uhr lädt er zu einer Diskussion zum Thema „Demonstrieren, diskutieren oder ignorieren? Über den Umgang mit Rechtspopulisten“ ins Schloss Reinbek ein.

Das wichtigste Argument von Donald Trump im aktuellen Präsidentschaftswahlkampf in den USA sei seine Abneigung gegen „etablierte Politikerinnen und Politiker“, so sieht es Martin Habersaat, Vorsitzender des Vereins Tribüne. Er wolle die USA „wieder groß“ machen, indem er auf Abschottung setzt und eine Mauer an der Grenze nach Mexiko errichten will. In Deutschland würden die im Bundestag vertretenen Parteien von einigen AfD-Vertretern geringschätzig als „Altparteien“ oder „Kartellparteien“ bezeichnet, so Habersaat. Auch die AfD setze auf Abschottung nach außen und konnte zuletzt in zahlreiche Landtage einziehen. In anderen europäischen Ländern gebe es rechtspopulistische Entwicklungen.

Verein Tribüne: Diskussion im Schloss Reinbek zum Rechtspolulismus

Der Verein möchte diskutieren, wie auf diese Entwicklung reagiert werden kann. Habersaat: „Geht es hier noch um die Kraft des besseren Arguments oder bestimmen Gefühle einen Teil der politischen Auseinandersetzung? Wie sollen, wie können etablierte Parteien und ihre Vertreter auf solche Entwicklungen reagieren?“

Als Gäste sind der Landesbeauftragte für politische Bildung in Schleswig-Holstein, Dr. Christian Meyer-Heidemann, und der Kreispräsidenten des Kreises Stormarn, Hans-Werner Harmuth (CDU), eingeladen. Martin Habersaat: „Was würden wir beispielsweise tun, wenn sich ein Pegida-Ableger in Reinbek treffen wollte? Vor der Tür demonstrieren, hinter der Tür diskutieren oder die Veranstaltung einfach ignorieren?“

Der Verein Tribüne, Vereinigung zur Diskussion der Probleme der modernen demokratischen Gesellschaft, will ein Diskussionsforum für gesellschaftliche und staatliche Probleme der Zeit schaffen. 1967 gründete der spätere Landtagsabgeordnete Alfred Schulz den Verein gemeinsam mit Freunden und Weggefährten und war 44 Jahre lang, bis zu seinem Tod 2011, dessen Vorsitzender. Seine Nachfolge trat Martin Habersaat an, Landtagsabgeordneter für Stormarn-Süd und stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion.

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