Bauarbeiten an der U-Bahn: Freitag um 4.32 Uhr fährt die erste Bahn

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Ahrensburg/Großhansdorf (ve). Sie fährt wieder – die U-Bahn zwischen Volksdorf und Großhansdorf. Das haben die Verantwortlichen heute mit sichtlicher Erleichterung bekannt gegeben.

Planmäßig nimmt die U-Bahn-Linie U1 am 21. Oktober 2016 um 4.32 Uhr nach 16-wöchiger Sperrung wieder ihren Betrieb auf: Jens-Günter Lang, Technik-Vorstand der Hamburger Hochbahn AG, Torsten Bremer, Projektleiter, und Alf Gauer, Fachgebietsleiter Barrierefreier Ausbau (von links), bestätigen bei einer Pressekonferenz am U-Bahnhof Ahrensburg Ost die Fertigstellung der Bauarbeiten. Foto:ahrensburg24.de

Planmäßig nimmt die U-Bahn-Linie U1 am 21. Oktober 2016 um 4.32 Uhr nach 16-wöchiger Sperrung wieder ihren Betrieb auf: Jens-Günter Lang, Technik-Vorstand der Hamburger Hochbahn AG, Torsten Bremer, Projektleiter, und Alf Gauer, Fachgebietsleiter Barrierefreier Ausbau (von links), bestätigen bei einer Pressekonferenz am U-Bahnhof Ahrensburg Ost die Fertigstellung der Bauarbeiten.
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Damit sind die 16 Wochen Schienenersatz-Verkehr-Zeit um und die Pendler aus Ahrensburg und Großhansdorf können aufatmen. Für sie bedeutet das: Ab morgen fährt die U-Bahn 1 zwischen Großhansdorf und Volksdorf wieder planmäßig, der erste Zug startet um 4.32 Uhr am Bahnhof Großhansdorf.

Jens-Günter Lang, Technik-Vorstand der Hamburger Hochbahn AG, scheint um einige Steine leichter, die ihm vom Herzen gefallen sind. Gut gelaunt verkündet er heute bei einem Pressegespräch das Ende der Durststrecke für die Bahn-Pendler: „Wir können unser Versprechen halten, das wir zu Beginn der Bauarbeiten gegeben haben und die Bahn am Freitag, 21. Oktober 2016, wieder in Betrieb nehmen.“

Bauprojekt mit einem Volumen von 26,4 Millionen Euro

In den vergangenen Wochen wurden 26,4 Millionen Euro in die Streckenabschnitte Richtung Volksdorf und Ohlstedt gesteckt. 12,2 Millionen der Baukosten wurden vom Land, dem Kreis Stormarn und den Kommunen Ahrensburg und Großhansdorf getragen, den anderen Teil finanziert die Hochbahn. „Und die zweite gute Nachricht ist,“, so Lang, „dass der Kostenrahmen eingehalten werden konnte.“

Die Brücke am Waldreiterweg wurde saniert, vier weitere Brücken entlang der Strecke ausgetauscht. Das war der Hauptgrund für die Vollsperrung. Daneben wurden entlang des gesamten Abschnittes etwa ein Kilometer Schienen und 500 Schwellen ausgetauscht sowie 500 Kubikmeter Schotter neu eingefügt.

Barrierefreier Ausbau: Bauarbeiten dauern noch bis 2017

Die Gunst der Stunde – also die Vollsperrung – wurde außerdem genutzt für den barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe, im Stormarner Bereich sind das die Bahnhöfe Ahrensburg West und Ahrensburg Ost sowie Großhansdorf Schmalenbeck. Dort wurden die Bahnsteige zum Teil erhöht und mit so genannten taktilen Leitsystemen versehen, die Sehbehinderten einen Zugang zur Bahn sowie Kinderwagen und Rollstuhlfahrern einen leichteren Einstieg in die Bahn ermöglichen. Der Ausbau der Bahnhöfe mit Fahrstühlen wurde weitestgehend vorbereitet, diese Bauarbeiten sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Sie sollen bis zum Frühjahr 2017 fertig sein.

Barrierefreier Ausbau der U-Bahnhöfe in Ahrensburg und Großhansdorf: Die Bauarbeiten sollen bis zum Frühjahr 2017 abgeschlossen sein. Im Bild die Bauarbeiten am Bahnhof Ahrensburg Ost. Foto:ahrensburg24.de

Barrierefreier Ausbau der U-Bahnhöfe in Ahrensburg und Großhansdorf: Die Bauarbeiten sollen bis zum Frühjahr 2017 abgeschlossen sein. Im Bild die Bauarbeiten am Bahnhof Ahrensburg Ost.
Foto:ahrensburg24.de

„Wir wissen“, so Jens-Günter Lang, “ das die Sperrung der Strecke eine erhebliche Belastung für unsere Fahrgäste gewesen ist.“ Beschwerden habe es gegeben, „etwa 1,5 am Tag“, so Lang. Doch grundsätzlich sei alles gut verlaufen und die 28.000 Fahrgäste, die die Strecke täglich nutzen, hätten Verständnis gezeigt. Und für sie alle gibt es morgen entlang der Strecke und am Bahnhof Ohlstedt bis 10 Uhr eine kleine Überraschung als Entschädigung.

Das Gelingen eines solchen Projektes – zu Beginn der Arbeiten wurde es als eines der größten bei der Hamburger Hochbahn AG bezeichnet – sei nur möglich mit einer gründlichen Vorbereitung und einem guten Team, das zusammen arbeitet: „Die Logistik ist bei solchen Planungen entscheidend. Wir hatten einen wirklich großen Zeit-Wegeplan, der alles bis zur letzten Einzelheit geplant hat.“

Und noch eine gute Nachricht gibt es: Bei einem Abschnitt liegt das Projekt sogar weit vor dem Zeitplan. Der barrierefreie Ausbau des Bahnhofes Ohlstedt konnte zwei Monate früher fertig gestellt werden, als eigentlich geplant.

Anfang Juni 2016 begann der barrierefreie Ausbau der U-Bahnhöfe Ahrensburg Ost, Ahrensburg West und Großhansdorf Schmalenbeck: Politik und Akteure bei der Vorstellung der Baumaßnahmen. Im Bild Lukas Kilian (CDU), Vorsitzendes des Verkehrsausschusses im Kreis Stormarn, Joachim Germer, für Bündnis 90/Die Grünen im Verkehrsausschuss des Kreises, Gerhard Bartels vom Behindertenbeirat, Landrat Dr. Henning Görtz, Großhansdorfs Bürgermeister Janhinnerk Voß, Jens-Günter Lang, Vorstand für Technik bei der Hochbahn, Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach, Projektleiter Klaus Uphoff, Dennis Fiedel von nah.sh, und Jürgen Weingärtner, Verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion (von links).<br /> Foto:ahrensburg24.de

Anfang Juni 2016 begann der barrierefreie Ausbau der U-Bahnhöfe Ahrensburg Ost, Ahrensburg West und Großhansdorf Schmalenbeck: Politik und Akteure bei der Vorstellung der Baumaßnahmen. Im Bild Lukas Kilian (CDU), Vorsitzendes des Verkehrsausschusses im Kreis Stormarn, Joachim Germer, für Bündnis 90/Die Grünen im Verkehrsausschuss des Kreises, Gerhard Bartels vom Behindertenbeirat, Landrat Dr. Henning Görtz, Großhansdorfs Bürgermeister Janhinnerk Voß, Jens-Günter Lang, Vorstand für Technik bei der Hochbahn, Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach, Projektleiter Klaus Uphoff, Dennis Fiedel von nah.sh, und Jürgen Weingärtner, Verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion (von links).
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