An alle Ahrensburger: Wer hilft bei der Spendensammlung für den Erhalt der Kriegsgräber?

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Ahrensburg (ve/pm). Vor genau 100 Jahren erlitt die Welt den Ersten Weltkrieg. Was blieb diesem und von vielen anderen Kriegen? – Kriegsgräber. Sie erinnern an die die Toten, an große Verfehlungen und großes Leid – und sie sollen erhalten bleiben.

Seit mehr als 95 Jahren kümmert sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge als privater Verein überall auf der Welt um die Gräber von deutschen Kriegstoten. Er hat damit eine Aufgabe übernommen, die vom Grundsatz her eher dem Staat obliegt, aber in Deutschland traditionell in der Bevölkerung verankert ist und durch die Kriegsgräberfürsorge als unabhängige Organisation wahrgenommen wird.

Die Aufgabe der Kriegsgräberfürsorge

Doch der Verein braucht für eine Spendensammlung Unterstützung vor Ort. Auf junge Menschen aus Ahrensburg hofft jetzt die Stadtverwaltung.

Für junge Menschen sind die Kriege aus dem vergangenen Jahrhundert heute kaum mehr, als ein geschichtliches Ereignis. So verlieren die Grabstätten der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zunehmend ihre Funktion als Orte persönlicher Trauer.

Doch sie machen gerade für die jüngere Generation Geschichte und Geschehenes nachvollziehbar. Im Rahmen seiner Jugend- und Bildungsarbeit vermittelt der Volksbund daher jungen Menschen die Bedeutung der Kriegsgräberstätten als Orte des Lernens und der Mahnung. Seine Arbeit finanziert der Verein – obwohl im staatlichen Auftrag tätig – bis heute zu etwa 70 Prozent aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und den Erträgen der alljährlichen Sammlung.

Erhalt und Pflege der Kriegsgräber weltweit

Um diese Arbeit auch in Zukunft weiterführen zu können, ist die Kriegsgräberfürsorge auf Unterstützung angewiesen. Die alljährliche Straßensammlung ist dabei ein ganz wesentlicher Baustein. Neben dem wichtigen finanziellen Beitrag ruft sie in allen Menschen immer wieder die Verantwortung gegenüber den Toten und für den Erhalt des Friedens ins Bewusstsein.

Diese Sammlung erfolgt in diesem Jahr in der Zeit vom 28. Oktober bis zum 25. November 2016 – wenn sich denn genug Helferinnen und Helfer melden. Und da hofft die Stadt Ahrensburg auf ihre Jugendlichen, die sich als Spendensammler einbringen können. Als kleiner Anreiz und zum Ausgleich anfallender Kosten dürfen den Sammlerinnen und Sammlern zehn Prozent ihres Sammelerlöses als pauschale Kostenerstattung ausgezahlt werden.

Freiwillige können sich jederzeit im Rathaus bei Imke Bär oder Thorsten Jahncke, Zi. 109, unter den Rufnummer 04102 / 77-144 oder 77-197 melden.

Themenbild Mahnmal in Ahrensburg, Kastanienallee. Foto:ahrensburg24.de

Themenbild Mahnmal in Ahrensburg, Kastanienallee.
Foto:ahrensburg24.de

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