Der erste Stormarner Wein hat einen Namen: Schatoh Feldmark

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Ahrensburg/Bargteheide (ve/pm). Das erste Weingut in Stormarn hat jetzt auch einen Namen, alle Verträge sind unter Dach und Fach.

Das erste Weingut in Stormarn ist ein Projekt von Sven Dohrendorf, Leon Zijlstra und Jörn Andresen (von links). Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Das erste Weingut in Stormarn ist ein Projekt von Sven Dohrendorf, Leon Zijlstra und Jörn Andresen (von links).
Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

„Schatoh Feldmark“ soll er heißen, der Wein aus Stormarn. Dieser Name stehe für Historie des Weinbaus und -Handels in Schleswig-Holstein und für die Ursprünglichkeit der Region. So beschreiben es die Macher des Weingutes, Jörn Andresen, Leon Zijlstra und Sven Dohrendorf.

„Schatoh Feldmark“: Die Gründe für diesen Namen

„Als Schatoh“, so führen sie aus, „bezeichnete man umgangssprachlich in Schleswig-Holstein alle Weine aus Frankreich, die über Lübeck importiert und weiter in Norddeutschland und Skandinavien verbreitet wurden. In vielen Gedichten und Aufzeichnungen, zum Beispiel von Fritz Reuter findet der Begriff Schatoh immer wieder seine Anwendung“.

Auch über die Feldmark wissen sie zu berichten: „In der Feldmark von Delingsdorf und Bargteheide drehten die drei Gründer Jörn Andresen, Leon Zijlstra und Sven Dohrendorf früher mit ihren Eltern die sonntäglichen Spazierrunden und auch heute führen ihre Fahrrad- und Skateausflüge durch dieses natürliche, landwirtschaftliche Ruhegebiet. Dies ist wahrhaft ein idealer Ort für den ruhigen Weinanbau.“

Der Name Feldmark leitet sich daraus ab, dass die Grenzen der Gemarkung zur Nachbargemeinde, die im dörflichen Wirtschaftsraum natürlicherweise im freien Feld liegen, mit so genannten Markzeichen (Bäumen, Säulen, Gräben, Rainen oder Steinen) gekennzeichnet waren. Der Name Feldmark hat sich daher auch in heute bebauten Gebieten als Bezeichnung von Randlagen erhalten, die an den Außengrenzen des aktuellen oder früheren Gemeindegebietes liegen.

Der Stormarner Wein und die Gebräuche in der Feldmark

Und sie erinnern an einen Brauch: „Nach alter, in manchen Gegenden noch bestehender dörflicher Sitte wird die Feldmark an einem bestimmten Tag im Jahr als Grenzgang umgangen, wobei man die Markzeichen besichtigt, unscheinbar gewordene wieder verbessert und ergänzt, um hierdurch etwaigen Grenzstreitigkeiten mit benachbarten Gemeinden vorzubeugen. Um hierbei der Jugend die einzelnen Grenzpunkte möglichst tief ins Gedächtnis zu prägen, wurde sie früher an solchen Stellen in Wangen und Ohren gekniffen, zugleich aber mit Backwerk beschenkt.“

Dieser Brauch soll bei Schatoh Feldmar wieder aufgenommen werden – und das Backwerk gebe es dann an einer langen Tafel mit Wein auf dem Weingut Schatoh Feldmark, so Dohrendorf, Andresen und Zijlstra. Gegründet wurde für das Projekt inzwischen die Schatoh Feldmark GmbH & Co KG. Angebaut wird die Traube Solaris.

Das erste Weingut in Stormarn ist ein Projekt von Sven Dohrendorf, Leon Zijlstra und Jörn Andresen. Diese Rebe soll es sein - die Solaris. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Das erste Weingut in Stormarn ist ein Projekt von Sven Dohrendorf, Leon Zijlstra und Jörn Andresen. Diese Rebe soll es sein – die Solaris.
Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

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