Grenzing-Orgel in Großhansdorf: Wieder „Orgelwochen“ im November

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Großhansdorf (ve/pm). Vor genau einem Jahr, am 1. November 2015, wurde die neue Grenzing-Orgel in der Großhansdorfer Auferstehungskirche in einem feierlichen Gottesdienst geweiht. Und wie in 2015 soll auch in 2016 der Neubau mit Orgelwochen gefeiert werden.

Die Grenzing-Orgel in der Auferstehungskirche in Großhansdorf.

Die Grenzing-Orgel in der Auferstehungskirche in Großhansdorf.

Vier Wochen lang werden namhafte Organisten ihr Können auf der Orgel zeigen. Die Grenzing-Orgel in der Großhansdorfer Kirche ist ein etwa 800.000 Euro teures Instrument, dass mit großem Engagement der Gemeinde und des extra gegründeten Vereins „Eine Orgel für Großhansdorf“ finanziert werden konnte. Orgelbauer ist der Hamburger und Wahl-Spanier Gerhard Grenzing.

So berichtete ahrensburg24.de: „Orgelweihe mit Bischöfin Fehrs und John Neumeier: Jetzt können die Großhansdorfer ihre Orgel genießen

Die zweiten Orgelwochen: 4. November bis 26. November

Die ersten Orgelwochen im vergangenen Herbst folgten dem Weihgottesdienst. Nun schließt der Verein die zweiten Orgelwochen an. Dabei ist das Besondere nicht nur der Klang der Orgel, sondern auch die Möglichkeit, dass der Organisten per Videokamera auf einer Leinwand im Altarraum gezeigt wird. Die Zuhörerinnen und Zuhörer haben also die selbtene Gelegenheit, dem Organisten direkt auf die Finger zu schauen.

Das Programm der 2. Großhansdorfer Orgelwochen an der Grenzing-Orgel der Großhansdorfer Auferstehungskirche.  Grafik: Verein Eine Orgel für Großhansdorf

Das Programm der 2. Großhansdorfer Orgelwochen an der Grenzing-Orgel der Großhansdorfer Auferstehungskirche.
Grafik: Verein Eine Orgel für Großhansdorf

Die „2. Großhansdorfer Orgelwochen“ sind vom 
Sonnabend, 5. November 2016, bis zum Sonnabend, 26. November 2016, in die Auferstehungskirche, Alte Landstraße 20 in Großhansdorf. Karten für die Konzerte sind an der Abendkasse und im Kirchenbüro der Auferstehungskirche Großhansdorf, Telefon 04102 / 69 74 23, zu erhalten. Ausführliche Informationen außerdem auf der Internetseite des Vereins „Eine Orgel für Großhansdorf„. Auch um weitere Spenden wird gebeten, da noch nicht die gesamte Summe für die Finanzierung der neuen Orgel gesammelt werden konnte.

Wieder kommen international bekannte Orgelkünstler nach Großhansdorf und lassen das breite Klangsprektrum der Orgelmusik zum Erlebnis werden. Nicht nur Orgel solo wird geboten: Orgel mit Orchester, Orgel mit Gedichtrezitation und Orgel zum Stummfilm stehen auf dem Programm.

Das Programm des 1. bis 5. Orgelkonzertes

1. Orgelkonzert, Sonnabend, 5. November 2016, 18 Uhr: Elisabeth Ullmann aus Salzburg und Wien spielt unter anderem Werke von Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach, Alexandre Guilmant, Max Reger.
Elisabeth Ullmann stellt dem Publikum zu Beginn der Orgelwochen nochmals vor, wie sich das gesamte Klangspektrum der Orgelmusik auf der neuen Grenzing-Orgel interpretieren läßt – vom deutscher Barock des 17. Jahrhunderts bis zur französischen Romantik und der deutschen Spätromantik.

2. Orgelkonzert, Sonnabend, 12. November, 18 Uhr: Eberhard Lauer aus Hamburg
 spielt unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach und Max Reger. Zudem wird er 
Improvisationen zu Gedichten von Rainer-Maria Rilke
 spielen, es rezitiert Silja von Kriegstein.

3. Orgelkonzert, Dienstag, 15. November, 20 Uhr: Dies ist ein Benefizkonzert.
Auf dem Programm steht die 1. Symphonie für Orgel und Orchester von Alexandre Guilmant, Stabat Mater für Soli, Chor und Orchester
 von Antonin Dvorak. Clemens Rasch
, Organist der auferstehungskirche, wird begleitet vom Jugend-Sinfonieorchester Ahrensburg, Solisten und dem 
Projektchor unter Leitung von Michael Klaue.
Das Konzert verspricht eine neue Dimension des Raumklangs: Vor dem Publikum spielt das Orchester, hinten dem Publikum die Orgel. Sinfonische Werke für Orchester und Orgel als Soloinstrument sind nicht häufig zu hören. „Ist die räumliche Trennung eine Herausforderung im Zusammenspiel für Organist und Dirigent, so verstärkt der von allen Seiten auf die Zuhörer einströmende Klang den bereits im Werk Guilmants komponierten musikalischen Genuss zu einem einzigartigen Erlebnis“, beschreibt es Georg Dukek von Verein „Eine Orgel für Großhansdorf“.

4. Orgelkonzert, Sonnabend, 19. November, 18 Uhr: Jürgen Essl aus Stuttgart wird einen
Stummfilm an der Orgel begleiten, es ist der Film „Der müde Tod“ von Fritz Lang aus dem Jahr 1921.
Das Publikum kann sich in die Anfänge des Kinos versetzt fühlen. Gezeigt wird die 2015 durch die Murnau-Stiftung restaurierte Version des Stummfilms „Der müde Tod“ auf der großen Leinwand. Die Entwicklungen und Emotionen des Films werden – wie in den Kinos Anfang des 20. Jahrhunderts – durch live-Improvisation auf der Orgel untermalt. Auch bei diesem Konzert- und Kinoerlebnis können die Zuschauer auf der zweiten Leinwand das Wirken des Künstlers Jürgen Essl verfolgen.

Kantatengottesdienst, Sonntag, 20. November, 10 Uhr: Es erklingt die Kantate für Orgel, Solisten und Chor von 
Max Reger „Meinen Jesum lass ich nicht“
. Es spielt der 
Kammerchor Großhansdorf unter der Leitung Clemens Rasch.
Zum Abschluss des „Reger“-Jahres aus Anlaß seines 100. Todestags im Mai wird noch einmal an den Komponisten, Organisten, Pianisten und Dirigenten Reger erinnert. Die Aufführung, die zeigt, wie Max Reger die Orgel gleichwertig zu Streicher- und Gesangssolisten in seinem Werk einsetzt.

5. Orgelkonzert, Sonnabend, 26. November, 18 Uhr: Clemens Rasch
, Organist der Auferstehungskirche, spielt Werke von Johann Sebastian Bach, Cesar Franck, Ernst-Ulrich von Kameke, Marcel Dupré, Max Reger
 und anderen. Unter anderem wird „Nun komm der Heiden Heiland“ 
von unterschiedlichen Komponisten interpretiert.
Derselbe Choral – aber jeder Komponist geht damit anders um und macht eigenständige Kompositionen daraus. Wer höhrt den Choral jeweils heraus? – Ergänzt wird das Konzert durch weitere Werke der oben aufgeführten Komponisten.

Festgottesdienst für die neue Grenzing-Orgel in der Großhansdorfer Auferstehungskirche. Organist Clemens Rasch an seinem neuen Arbeitsplatz, dem Manual der Orgel.

Festgottesdienst für die neue Grenzing-Orgel in der Großhansdorfer Auferstehungskirche. Organist Clemens Rasch an seinem neuen Arbeitsplatz, dem Manual der Orgel.

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