Bundestagswahl: Nina Scheer (SPD) mit 97,5 Prozent als Kandidatin wiedergewählt

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Lauenburg (ve/pm). Mit 97,5 Prozent Ja-Stimmen wurde Dr. Nina Scheer, SPD-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises 10, Herzogtum Lauenburg/Stormarn-Süd, von ihrer Partei im Rahmen einer Wahlkreiskonferenz erneut als Bundestagskandidatin nominiert.

Wiederwahl zur Kandidatin bei der Wahlkreisversammlung: Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer ist auch für die Wahl 2017 Kandidatin, es gratuliert der Parteivorsitzende Dr. Ralf Stegner. Foto:©Susanne Nowacki

Wiederwahl zur Kandidatin bei der Wahlkreisversammlung: Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer ist auch für die Wahl 2017 Kandidatin, es gratuliert der Parteivorsitzende Dr. Ralf Stegner.
Foto:©Susanne Nowacki

Der Saal war zu der Versammlung am Dienstag Abend mit weit über 100 Gästen gut gefüllt, 82 Delegierte waren wahlberechtigt. Mit 78 Ja-Stimmen bei zwei ungültigen Stimmen sowie einem Nein und einer Enthaltung fuhr Scheer ein „herausragendes Ergebnis“ ein, teilt die Partei mit.

Unter den Gästen und Delegierten waren auch alle in den beiden Kreisen bereits nominierten Landtagskandidatinnen und Landtagskandidaten Martin Habersaat aus Reinbek, Tobias von Pein aus Ahrensburg, Susanne Danhier aus Bargteheide, Kathrin Wagner-Bockey aus Geesthacht und Manfred Börner aus Ratzeburg.

Bundestagswahl 2017: Dr. Nina Scheer wieder Kandidatin auch in Ahrensburg

Nach kurzen Einführungen durch die beiden SPD-Kreisvorsitzenden Birgit Wille für den Kreisverband Herzogtum Lauenburg und Susanne Danhier für Stormarn dankte Nina Scheer allen für die gute Zusammenarbeit und bezog zu verschiedenen Themen in einer 40-minütigen Rede Stellung. Darin ging sie am Schluss auch auf die Energiewende und die öffentliche Diskussion um Windeignungsflächen ein.

„Energiewende bedeutet Veränderungen in Kauf zu nehmen und sie als Chance zu begreifen“, so Scheer. Ohne dies könne kein Ausstieg aus der Atom- und Kohleenergie gelingen. Die Akzeptanz für Veränderungen sei aber dann gefährdet, wenn die Machbarkeit der Energiewende in Frage gestellt werde. Scheer: „Nach wie vor versucht die herkömmliche Energiewirtschaft die Energiewende aufzuhalten. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima hat sich aber das Vokabular geändert.“

Auch auf die Freihandelsabkommen TTIP und CETA ging Scheer ein. Sie sehe noch weitergehenden Änderungsbedarf, wie er auch im SPD-Konventbeschluss formuliert sei. Dabei benannte Nina Scheer auch weiterreichende Anforderungen, etwa zur Stärkung der repräsentativen Demokratie und für den Zusammenhalt der Europäischen Union: „Die Diskussion um CETA bringt eine Stärkung der Parlamente hervor, die anderweitig gegenwärtig kaum zu erreichen wäre.“

Während Scheers Schlusssatz erschien der SPD-Landesvorsitzende Dr. Ralf Stegner, direkt von einer parallel laufenden SPD-Regionalkonferenz in Lübeck. In seiner Rede gab es Lob für die Kandidatin: „Nina Scheer gehört zu den klugen Köpfen in unserer Partei und ist für unseren Landesverband und Landesvorstand mit viel Sachkompetenz und Elan eine echte Bereicherung.“

Inhaltlich bezog er sein Lob unter anderem auf die Diskussion um CETA und die Frage der Wiederzulassung von Glyphosat, gegen die Nina Scheer wahrnehmbar eintrat. Sowohl am Gerechtigkeitspapier „Mehr Gerechtigkeit wagen“ als auch in der Programmkommission habe sie wichtige Akzente gesetzt.

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