Big-Band-Battle: Drei Mal Spaß an guter Musik und viel Groove

0

Ahrensburg (ve). Eigentlich sind es immer drei Konzerte in einem: Die Big-Band-Battle im Ahrensburger Marstall.

"Big-Band-Battle" im Ahrensburger Marstall mit der Band Jazzcasino aus Hamburg unter der Leitung von Nikos Titokis (am Flügel).

„Big-Band-Battle“ im Ahrensburger Marstall mit der Band Jazzcasino aus Hamburg unter der Leitung von Nikos Titokis (am Flügel).

Obwohl – ein Wettbewerb im engeren Sinne ist der Konzertabend eigentlich gar nicht. Denn es gibt keine Jury und keinen Gewinner, allenfalls einen Publikums-Liebling. Aber auch der war bei der diesjährigen Big-Band-Battle nicht auszumachen.

Die MKG-Big-Band aus Großhansdorf, die Marstall-Big-Band und die Band Jazzcasino saßen im Marstall auf der Bühne. Vor weniger als 100 Gäste – das hätten angesichts der drei Bands gerne auch mehr sein dürfen – präsentierten sie schwungvoll ihr Lieblings-Hobby, den Swing. Mutig und forsch, musikalisch und motiviert.

Erstmals dabei war Jazzcasino, sie proben in der  Kantine der Firma Tchibo. Denn ursprünglich bestand die Band aus Mitarbeitern des Unternehmens, inzwischen allerdings sei kaum noch ein Mitarbeiter der Firma dabei, hieß es.

"Big-Band-Battle" im Ahrensburger Marstall mit der Band Jazzcasino aus Hamburg, Sängerin Gladys Jelito konnte wegen einer Erkältung nur hauchen, kaum singen.

„Big-Band-Battle“ im Ahrensburger Marstall mit der Band Jazzcasino aus Hamburg, Sängerin Gladys Jelito konnte wegen einer Erkältung nur hauchen, kaum singen.

Unter der Leitung und arrangiert von Nikos Titokis nimmt sich die Band gerne ambitionierte Arrangements vor, wagt sich an komplexe Rhytmen und pointierte Harmonien. Der Drummer wusste dies sicher zu setzen und hielt die Band zusammen, auch wenn die mal aus dem Rhytmus kam.

Sänger Tobias Giles-Bluhm gefiel mit einer sonorig-ruhigen Stimme, die ein bisschen an Chris Rea erinnerte. Sängerin Gladys Jelito musste mit einer starken Erkältung passen und beließ es bei einem gehauchten Rap. So kam es zu der besonderen Formation eines solistischen Duetts, „Something stupid“ sagt Tobias Giles-Bluhm ohne seine Duett-Partnerin. „Rainy Night in Georgia“, „Sunny“ und die anderen Stück swingten mehr gefühlvoll denn scharf gesetzt.

"Big-Band-Battle" im Ahrensburger Marstall mit der Big-Band des Marstalls unter der Leitung von Hendrik Meyer.

„Big-Band-Battle“ im Ahrensburger Marstall mit der Big-Band des Marstalls unter der Leitung von Hendrik Meyer.

Sowohl die MKG-Big-Band als auch die Marstall Big-Band spielten unter der Leitung von Hendrik Meyer. Auch die Marstall-Big-Band wurde von ihrem Drummer zusammen gehalten, zum Beispiel bei „Hearts on fire“ aus dem Film „Rocky“ oder bei dem Klassiker „Mas que nada“ von Jorge Ben Jor. „Watch what happens“ von Michel Legrand gefiel ebenso wie „Blue Train“ oder „How long ist thist been going on“.

Die MKG-Big-Band profitiert von ihrem langjährigen Zusammenspiel, seit 40 Jahren gibt es sie jetzt schon. „Swing ‚A’Ling’Ding“ von Peter Herbolzheimer brachte etwas Lokalpatriotismus in das Programm, „Always and forever“ von Pat Metheney gab dem Gitarristen Raum für ein wunderbares Solo. Die Band blieb dabei entspannt locker, spielte fröhlich durch ihr Programmn. Und mit „The way you look tonight“ von Sammy Nestico brachten sie am Schluss des Abends noch einmal einen satten Big-Band-Sound, ein anspruchsvolle Arrangement und damit den Grund auf den Bühne, warum man Big-Bands so gerne hört.

"Big-Band-Battle" im Ahrensburger Marstall mit der MKG-Big-Band aus Großhansdorf unter der Leitung von Hendrik Meyer.

„Big-Band-Battle“ im Ahrensburger Marstall mit der MKG-Big-Band aus Großhansdorf unter der Leitung von Hendrik Meyer.

"Big-Band-Battle" im Ahrensburger Marstall mit der Big-Band des Marstalls unter der Leitung von Hendrik Meyer.

„Big-Band-Battle“ im Ahrensburger Marstall mit der Big-Band des Marstalls unter der Leitung von Hendrik Meyer.

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren