Bündnis 90/Die Grünen laden ein: Diskussion über Radverkehr in Ahrensburg

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Ahrensburg (ve/pm). Die Ahrensburger Radwege sind ein Dauerthema in der Politik. Sind sie zu schlecht? Sollen sie ausgebaut werden? Was wird aus dem Radwegeverkehrskonzept? Bündnis 90/Die Grünen wollen darüber reden.

Fahrräder am Bahnhof: Praktisch? Zu voll? Zu unsicher? Zu einer Diskussion über die Mobilität in Ahrensburg laden Bündnis 90/Die Grünen. Foto:ahrensburg24.de

Fahrräder am Bahnhof: Praktisch? Zu voll? Zu unsicher? Zu einer Diskussion über die Mobilität in Ahrensburg laden Bündnis 90/Die Grünen. Foto:ahrensburg24.de

Die Bundestagsabgeordnete Valerie Wilms (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: ©Rainer Kurzeder

Die Bundestagsabgeordnete Valerie Wilms (Bündnis 90/Die Grünen).
Foto: ©Rainer Kurzeder

Ahrensburger Radfahrer scheinen nicht besonders zufrieden mit ihrer Stadt zu sein: Im Vergleich mit ähnlich großen Städten vergaben Radfahrer aus Ahrensburg beim jüngsten Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) durchschnittlich schlechtere Noten an ihre Stadt. Obwohl die Befragten fanden, dass viel Rad gefahren wird und auch das Stadtzentrum gut zu erreichen ist, bemängelten sie enge und schlechte Radwege, fehlenden Winterdienst oder den Mangel an Leihrädern. Außerdem fanden sie, dass es häufiger zu Konflikten mit Fußgängern und Autofahrern kommt als in vergleichbar großen Städten.

Fahrrad: Bleibt in Ahrensburg eine schwierige Alternative

Die Befragung ist inzwischen zwei Jahre her – aber hat sich seitdem etwas verbessert? Fest steht: Radfahren ist beliebt und freut sich über immer mehr Zuspruch – aber gleichzeitig bleibt das Auto das bestimmende Verkehrsmittel. Das spiegelt sich offensichtlich in steigenden Konflikten zwischen den Verkehrsteilnehmern wieder, die sich gegenseitig Rücksichtslosigkeit vorwerfen.

Aber muss das so sein? Die Bundestagsabgeordnete Valerie Wilms (Bündnis 90/Die Grünen) sieht auch gemeinsame Interessen. „Statistisch gesehen verfügen die meisten deutschen Haushalte über ein Auto und etwa zwei Fahrräder“ sagt die Grünenpolitikerin aus dem Kreis Pinneberg. „Typisch sind weder Benzin im Blut noch Kampfradler. Typisch sind die Pragmatiker, die auf beide Verkehrsmittel setzen.“ Die meisten nutzten Rad und Auto gemeinsam und wollten sowohl mit dem einen wie dem anderen Verkehrsmittel sicher ankommen. Dafür gebe es noch viel zu tun, denn Radfahrer fühlten sich oft unsicher, weil die Radwege schlecht sind, während Autofahrer fürchten, zu wenig Abstand einzuhalten oder ein Rad beim Rechtsabbiegen zu übersehen.

Öffentliche Diskussion am 15. November

Während Auto- und Radfahrer die Unsicherheit teilen, ist klar, wer bei einem Unfall stärker gefährdet ist. Die Wahrscheinlichkeit einer ernsthaften Verletzung als Radfahrer ist viel höher. Oft bleibt deswegen das Rad nur die zweite Wahl – obwohl es schneller und auch bequemer sein kann.

Eine Lösung sieht Valerie Wilms darin, die Begegnungen von Rad und Auto auf ein Minimum reduzieren. Oft helfe schon eine gut sichtbare optische Trennung und kluge Fahrbahnführung, damit sich Autos und Räder aus dem Weg gehen können. „Radfahrer brauchen weder eine Bevorzugung gegenüber Autos noch autofreie Sonntage oder das Recht, bei Rot fahren zu dürfen. Das einzige was sie wirklich brauchen, sind vernünftige Radwege die als Gesamtnetz funktionieren“ sagt die Grüne.

Über diese und andere Fragen möchte die Politikerin mit Gästen am Dientag, 15. November 2016, ab 19 Uhr im Kulturzentrum Marstall diskutieren. Zuvor wird der Film „Bikes vs. Cars“ gezeigt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter: https://www.gruene-bundestag.de/termin/gruen-macht-mobil-oekologisch-vernetzt-bezahlbar-2.html

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