Donald Trump for president: Was sagen Sie dazu? Umfrage von ahrensburg24.de

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Ahrensburg (ve/sam). Donald Trump wird wohl nächster Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Was sagen die Menschen hier in der Region dazu?

Wenn auch der Ausgang der Wahl schwierig vorherzusagen war, ist das Ergebnis doch überraschend. Deswegen hat ahrensburg24.de die Menschen der Region gefragt, ob sie mit einem Wahlsieg Trumps gerechnet haben und wie sie ihn finden. Unsere Umfrage erfolgte per Mail und auf dem Ahrensburger Wochenmarkt. Am Ende des Beitrages finden Sie außerdem ein paar Meinungsäußerungen in den Sozialen Medien. Übrigens: Weitere Kommentare sind willkommen.

Roland Wilde, Bürgervorsteher Ahrensburg: „Ich hatte ein Kopf-an-Kopf-Rennen durchaus erwartet, denn ich glaube die Amerikaner etwas zu kennen. Allerdings mit einem wenn auch knappen Vorsprung für H. Clinton wohl wissend dass sie dort weitermachen würde wo Barack Obama aufhören musste. Die Bürgerinnen und Bürger der Vereinigten Staaten haben entschieden und es steht mir nicht zu dass zu bewerten. Ganz persönlich macht es mir Sorgen, denn er hat (Stand heute Morgen) auch Senat und Repräsentantenhaus mit einer Mehrheit der Republikaner hinter sich.“

Umfrage auf dem Ahrensburger Wochenmarkt zum Wahlergebnis der Präsidentschaftswahlen in den USA: Dirk Dörwald aus Ammersbek. Foto:Silke Mascher/ahrensburg24.de

Umfrage auf dem Ahrensburger Wochenmarkt zum Wahlergebnis der Präsidentschaftswahlen in den USA: Dirk Dörwald aus Ammersbek.
Foto:Silke Mascher/ahrensburg24.de

Dirk Dörwald aus Ammersbek: „Gerechnet habe ich nicht damit, nein. Donald Trump ist mir nicht sympathisch, Hillary Clinton auch nicht, weil ihr das alte Establishment anhaftet. Ich denke, dass wir nun abwarten müssen, was kommt. Ich glaube nicht, dass alles so schlimm kommt, wie es sich vorher angehört hat.“

Michael Sarach, Bürgermeister Ahrensburg: „Mit einem durchaus knappen Ergebnis habe ich gerechnet. Allerdings war ich optimistisch, dass sich Hillary Clinton durchsetzen würde, wie es ja auch die letzten Prognosen vorher gesagt haben. Als Demokraten haben wir gelernt, die Ergebnisse freier demokratischer Wahlen zu akzeptieren. Ich bin allerdings sicher, dass dieses Ergebnis für Europa und die Bundesrepublik Auswirkungen haben wird, die wir – ähnlich wie bei dem sogenannten „Brexit“ – zur Zeit noch nicht abschließend einschätzen können.“

Gisela Schmidt aus Großhansdorf: „Für mich ist der Wahlausgang keine Überraschung. Ich habe noch bis zuletzt auf ein anderes Wahlergebnis gehofft, aber nun bin ich enttäuscht. Ich frage mich, wie sich die politische Situation in den USA aber auch hier entwickeln wird.“

Horst Ansén, Bürgermeister Ammersbek: „Ich habe mit diesem Ergebnis nicht gerechnet und war heute Morgen sehr erschrocken. Ich hätte mir einen anderen Wahlausgang gewünscht. Ich fürchte wir müssen das Geschehen in den USA nun mit Sorge verfolgen. Der Tag heute fängt nicht gut an!“

Umfrage auf dem Ahrensburger Wochenmarkt zum Wahlergebnis der Präsidentschaftswahlen in den USA: Matthias Pursian aus Ahrensburg. Foto:Silke Mascher/ahrensburg24.de

Umfrage auf dem Ahrensburger Wochenmarkt zum Wahlergebnis der Präsidentschaftswahlen in den USA: Matthias Pursian aus Ahrensburg.
Foto:Silke Mascher/ahrensburg24.de

Matthias Pursian aus Ahrensburg: „Das Wahlergebnis konnte ich mir wegen der knappen Umfragen schon vorstellen. Das hat man schon beim Brexit gesehen, da waren die Umfragenwerte erst noch pro Europa knapp. Und bei der eigentlichen Wahl haben die Leute dann anders abgestimmt. Das Wahlergebnis ist denke ich nicht so gut für die Welt, aber man muss jetzt erst einmal abwarten, ob alles auch so heiß gegessen wird wie es gekocht wurde.“

Janhinnerk Voß, Bürgermeister Großhansdorf: „Ich habe nicht mit diesem Ergebnis gerechnet, ich hatte immer die Hoffnung, dass es für die Kandidatin Clinton reichen würde. Wir müssen diese demokratische Wahl akzeptieren. Das Ergebnis finde ich sehr beängstigend. Wir können nur hoffen, dass die angedrohten Maßnahmen nur „Wahlkampfgetöse“ waren und der neue Präsident schnell von der Realität und gut meinenden Beratern eingeholt wird.“

Karl Nienaber aus Ahrensburg: „Mit dem Wahlergebnis heute Morgen habe ich nicht gerechnet. Es ist schlecht für die westliche Welt. Trumps Vorhersagen passen eigentlich nicht ins europäische oder deutsche Denken. Amerika war für die westliche Welt immer eine Spitzenmacht, das sehe ich jetzt zerrinnen und ich weiß nicht, ob die Europäische Union das auffangen kann. Eine andere Nation dafür sehe ich nicht, wenn, dann muss das schon die EU machen.“

Tobias Koch, CDU Ahrensburg: „Im September habe ich bei einer Delegationsreise in die USA vor Ort den Eindruck gewonnen, dass die US-Bürger nicht nur Donald Trump, sondern auch Hillary Clinton deutlich negativer sehen, als es bei uns in Deutschland der Fall ist. Insofern habe ich durchaus mit einem anderen Wahlergebnis gerechnet als allgemein prognostiziert. Den neuen Präsidenten wird man an seinen Taten messen müssen. Ich bin verhalten optimistisch, dass es nicht so schlimm wird, wie allgemein befürchtet. Ich habe allerdings die Sorge, dass es selbst in diesem Fall immer noch dazu reicht, um für erhebliche Verwerfungen in der Weltpolitik zu sorgen.“

Umfrage auf dem Ahrensburger Wochenmarkt zum Wahlergebnis der Präsidentschaftswahlen in den USA: Kathrin Fischer aus Ahrensburg. Foto:Silke Mascher /ahrensburg24.de

Umfrage auf dem Ahrensburger Wochenmarkt zum Wahlergebnis der Präsidentschaftswahlen in den USA: Kathrin Fischer aus Ahrensburg.
Foto:Silke Mascher /ahrensburg24.de

Kathrin Fischer aus Ahrensburg: „Ich habe nicht mit diesem Wahlausgang gerechnet, hatte bis zum Schluss gehofft, dass es ein anderes Ergebnis gibt. Aus meiner Sicht ist das ganz furchtbar. In der Umweltpolitik wird Trump bestimmt einiges umkehren und in der Handelspolitik bestimmt etwas ändern. Sorgen mache ich mir auch, dass er sich mit Russland zusammen tut. Zwar finde ich es gut, wenn es Vorgehensweisen gegen den IS gibt, aber ich habe Sorge, dass alles ein wenig eskaliert.“

Jochen Proske, SPD Ahrensburg: „Ich habe nicht mit diesem Ergebnis gerechnet. Die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft haben mit Blick auf Profite und Expansion die soziale Spaltung in den USA vertieft. Armut und Abstiegsängste sind der Boden, auf dem die populistische Rhetorik der Stärke gedeiht. Trotzdem habe ich mit einem Sieg von Hillary Clinton gerechnet. Es ist eine Katastrophe, dass Donald Trump Präsident der USA wird. Außenpolitisch wird das immer noch wichtigste Land der Erde vollkommen unberechenbar. Wenn Trump seine Ansagen zur Abschottung des US-Marktes umsetzt, wird das sehr nachhaltige Konsequenzen für unsere exportorientierte Wirtschaft haben. Und den globalen Klimaschutz können wir – so befürchte ich – für die kommenden vier Jahre vergessen.“

Nils Heinson aus Elmenhorst: „Ich hätte gedacht, dass Hillary Clinton das Rennen macht. Als ich heute Morgen die Nachricht über Trumps Wahlsieg gehört habe, war ich ganz perplex. Schön ist was anderes. In Amerika kann jeder, der genug Geld hat Präsident werden.“

Äußerungen in den sozialen Netzwerken twitter und facebook zum Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den USA. srceenshot:ahrensburg24.de

Äußerungen in den sozialen Netzwerken twitter und facebook zum Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den USA.
srceenshot:ahrensburg24.de

Monja Löwer, Bündnis 90/Die Grünen Ahrensburg: „Ich habe nicht mit diesem Ergebnis gerechnet. Für mich ist das ein schwarzer Tag der Demokratie! Wir müssen uns leider damit anfreunden, dass ein Rechtspopulist und Rassist Präsident der USA wird. Die Ausmaße kann man zurzeit noch gar nicht abschätzen und vorhersagen.“

Uwe Reher aus Ahrensburg: „Das Wahlergebnis hat mich nicht überrascht, nein. Die Wahlprognosen waren ja wegen der Swingstaaten sehr schwierig. Donald Trump und Hillary Clinton sind beide keine Gutmenschen, aber ich glaube, dass Hillary Clinton besser mit der Welt zurecht gekommen wäre. Das Wahlergebnis ist schlimmer als Krieg und Donald Trump wird seine Wahlversprechen, die er den armen Menschen gemacht hat, nie einhalten können. Er wird zum Beispiel keine Mauer bauen können, weil das riesige diplomatische Entwicklungen geben würde, das funktioniert nicht. Auch wird er meiner Meinung nach die Wirtschaft nicht nach oben bringen, er wird es nicht schaffen.“

Dustin Holzmann, WAB: „Ich habe mit gar keinem guten Ergebnis gerechnet, denn seit dem die DNC sich gegen Bernie Sanders entschieden hat, war klar, dass beide Kandidaten unwählbar sind. Trump als Präsident: Ich würde es genauso schlimm finden, wenn Clinton Präsidentin geworden wäre. Außenpolitisch war dies eine Wahl zwischen Provokation (Trump) und Kriegstreiberei (Clinton).“

Bernd Meyering vom Bruno-Bröker Haus Ahrensburg: „Der Hype um Trump war doch sehr heftig. Hillary Clinton hat sehr viel Dreck am Stecken. Ich sehe das nicht so sehr dramatisch, dass Trump jetzt Präsident wird und kann mir kaum vorstellen, dass es deswegen gleich eine Weltwirtschaftskrise geben wird. Obwohl Vorbehalte gegen die Person Trump auch nicht wegzureden sind.“

Thomas Bellizzi, FDP Ahrensburg: „Ich hatte mir einen Sieg von Clinton erhofft. Die Erfahrungen mit Umfragen haben aber gezeigt, dass diese nur noch eingeschränkt zuverlässig sind und alles möglich ist. Die USA haben in einer freien und demokratischen Wahl ihren zukünftigen Präsidenten gewählt. Dies ist zu respektieren. Als Liberaler bin ich jedoch entsetzt darüber, dass eine Person die Ausländer, Frauen und Behinderte beleidigt eine Mehrheit der Bevölkerung hinter sich versammeln konnte. Es ist eine Mehrheit, die sich von der Politik im Stich gelassen fühlt. Wir müssen aufpassen, dass uns so etwas ähnliches in Deutschland bei den anstehenden Wahlen nicht auch passiert. Wir müssen daher die Ängste der Menschen ernst nehmen und nicht immer nur abtun.“

Burkhard Pollak aus Glinde: „Ich weiß nicht, ob wir uns mit dem Mann einen Gefallen getan haben. Beide Kandidaten sind nicht die, die etwas für das Volk wollen. Trump ist vielleicht das schlechtere Übel, da er kein Politiker ist.“

 

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