Politik in der Remise: Ungarn und seine Politik zu Mauerfall und Flüchtlingen

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Ahrensburg (ve/pm). Der Themenabend über Ungarn ist die letzte Veranstaltung dieser Saison in der Reihe “Politik in der Remiese – Mittel-Ost- und Südost-Europa”. Mit einem Blick auf Ungarns Rolle bei dem Mauerfall und der Flüchtlingspolitik.

Der Referent des Abends ist Daniel Hegedüs. Er studierte Politikwissenschaft in Budapest und Europarecht in Berlin und unterrichtet als Lehrbeauftragter im Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin und an der Eötvös Lorand Universität in Budapest. Seit Januar 2015 ist Daniel Hegedüs Programmmitarbeiter im Robert-Bosch-Zentrum für Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien in Berlin. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die Analyse der politischen Entwicklungen in Mittelost-Europa; er betreut das Dialogforum Ungarn.

Ungarn – das Land, das den ersten Stein aus der Berliner Mauer brach

Daniel Hegedüs wird in seinem Vortrag zunächst kurz auf die Entwicklung Ungarns nach dem Ende der K.u.K. Monarchie Österreich- Ungarn und die Rolle Ungarns während des Zweiten Weltkrieges sowie die Entwicklung unter sowjetischer Vorherrschaft und die gewaltsame Niederschlagung des Ungarnaufstandes im Jahr 1956 eingehen.

Im Mittelpunkt seines Vortrags steht die Entwicklung seit dem politischen Umbruch in Mitteleuropa, an dem Ungarn einen entscheidenden Anteil hatte, als es am 10. September 1989 seine Grenze zu Österreich für die Flüchtlinge aus der DDR öffnete. Ungarn war das „Land, das den ersten Stein aus der Berliner Mauer brach“. Daraus entwickelten sich in den 1990er Jahren fruchtbare bilaterale Beziehungen zwischen Ungarn und Deutschland.

Ungarn – die Politik Viktor Orbans in Europa

Seit 1999 ist Ungarn Mitglied in der NATO und seit 2004 Mitglied in der EU. In den vergangenen Jahren kam es zu vermehrten Spannungen zwischen der EU und der seit Mai 2010 amtierenden Regierung unter Viktor Orban. Das betrifft unter anderem die Verfassungsreform, die Mediengesetze und die Flüchtlingspolitik der Regierung.

Die Zuhörer können gespannt sein, wie Daniel Hegedüs die Entwicklung Ungarns in den vergangenen Jahren beurteilt, wie sich für ihn das Verhältnis zwischen Ungarn und der EU darstellt und welche Schlüsse daraus die europäischen Partner und die EU für ihr politische Handeln ziehen sollten. Durch den Abend wird Gisela Euscher von der Volkshochschule Ahrensburg führen.

Die Veranstaltung der Reihe „Politik in der Remise“ am Mittwoch, 16. November 2016, ist im Kulturzentrum Marstall, Lübecker Straße 8 in Ahrensburg. Sie beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Spenden zur Unterstützung der Arbeit des Kulturzentrums wird gebeten. Die Reihe wird gefördert von der ZEIT-Stiftung.

Weltpolitik mit Augenzwinkern: Eine der Grafiken des Vortrages von August Pradetto im November 2014.

Weltpolitik mit Augenzwinkern: Eine der Grafiken des Vortrages von August Pradetto im November 2014.

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