Geflügelpest: Erreger im Kreis Herzogtum-Lauenburg nachgewiesen

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Kiel (ve/pm). Die Geflügelpest breitet sich weiter aus im Land. Daher weitet die Regierung die Vorgaben für Geflügelhaltung aus.

Von Donnerstag an gelten auch für kleinere Betriebe mit weniger als 1.000 Tieren strenge Anforderungen. Die entsprechende Allgemeinverfügung wird am 16. November 2016 in einem Sonderamtsblatt veröffentlicht und tritt am darauffolgenden Tag in Kraft. Dies teilte das Landwirtschaftsministerium am 14. November 2016 mit. Eine Handreichung für Tierhalterinnen und Tierhalter wird dann auch auf der Homepage des Ministeriums veröffentlicht.

Allgemeinverfügung: Strenge Anforderungen an die Stallhygiene

Zu den Biosicherheitsmaßnahmen gehört, dass in den Ställen gesonderte Schutzkleidung inklusive Schuhwerk getragen werden muss. Transportmittel wie Fahrzeuge und Behältnisse sind nach jeder Verwendung unmittelbar zu reinigen und zu desinfizieren. Große wie kleine Geflügelhaltungen müssen vor den Eingängen zu den Stallungen Desinfektionsmatten oder -wannen zur Schuhdesinfektion einrichten, Personen müssen unmittelbar vor Betreten des Stalls Hände waschen und desinfizieren, Hunde und Katzen sind von den Stallungen fernzuhalten. Alle Maßnahmen dienen der Verhinderung des Eintrages des Geflügelpestvirus.

Mit dem Schritt gehe das Ministerium über die Vorgaben aus der Geflügelpest-Verordnung des Bundes hinaus, so das Umweltministerium. Das sei aber erforderlich, um das Risiko der weiteren Ausbreitung der Geflügelpest zu minimieren.

Geflügelpest: Betroffen sind sieben Kreise in Schleswig-Holstein

Nach Feststellung der Geflügelpest in einer Tierhaltung mit 30.000 Hühnern wurde die rechtlich vorgeschriebene Keulung des Bestandes am Sonntag vorgenommen. „Dass der gesamte Bestand getötet werden muss, ist hart, aber notwendig, um die Ausbreitung der Geflügelpest nach Möglichkeit einzudämmen“, sagte Landwirtschaftsminister Robert Habeck.

Indes wurde ein Fall von Geflügelpest bei einem Wildvogel im Kreis Herzogtum Lauenburg durch das FLI bestätigt. Damit hat sich die Zahl betroffenen Kreise im Land auf sechs erhöht (Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Plön. Segeberg, Herzogtum-Lauenburg und die Hansestadt Lübeck). Auch bundesweit ist die Geflügelpest des Subtyps H5N8 in weiteren Regionen nachgewiesen worden, nach Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Bayern nun auch in Sachsen. Zudem wurde sie in Dänemark, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Ungarn und Polen bestätigt.

Das Bürgertelefon des Landes ist weiterhin geschaltet. Es ist von 9 bis 17 Uhr besetzt und unter 0431 / 160 6666 erreichbar.

Geflügelpest: Weitere Informationen

 

Geflügelpest: Fragen und Antworten
Themenbild Geflügel. Foto: ©Schemmi/pixelio.de

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Foto: ©Schemmi/pixelio.de

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