Werden Transplantations-Patienten bevorzugt? Stellungnahme der LungenClinic Großhansdorf

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Großhansdorf/Hamburg (ve). Deutschland hat eine weitere Untersuchung in der Transplantations-Medizin und dem Verdacht auf Bevorzugung von Patienten. Und der Verdacht fällt auch auf die LungenClinic Großhansdorf.

Die LungenClinic Großhansdorf. Foto: LungenClinic Großhansdorf

Die LungenClinic Großhansdorf. Foto: LungenClinic Großhansdorf

In das Visier der Staatsanwaltschaft ist nach Medienberichten das Universitätsklinikum Eppendorf. Es habe Unregelmäßigkeiten in den Akten von Patienten gegeben, ihre Situation sei als kritischer dargestellt gewesen, als sie tatsächlich war. Es besteht der Verdacht, dass damit Patienten mit Blick auf eine Transplantation bevorzugt behandelt werden sollten. Zudem musste die Staatsanwaltschaft offensichtlich feststellen, dass Akten von Patienten komplett verschwunden sind. Die Rede ist in diesem Fall von elf Akten.

Organ-Transplantationen: Wie krank waren die Patienten wirklich?

Das Universitätklinikum Eppendorf arbeitet bezüglich der Transplantationen von Organen wie der Lunge mit der LungenClinic Großhansdorf zusammen, die ebenfalls in den Fokus der Ermittlungen geraten ist. Die LungenClinic veröffentlicht am Nachmittag eine Stellungnahme, die ahrensburg24.de hier im Wortlaut wiedergibt:

Stellungnahme der LungenClinic Großhansdorf

Zitat:
Die Prüfungs- und Überwachungskommission, die von Bundesärztekammer, GKV-Spitzenverband und Deutscher Krankenhausgesellschaft zur Kontrolle der Einhaltung des Transplantationsgesetzes getragen wird, hat im Rahmen der routinemäßigen Prüfungen des Lungentransplantationsprogramms des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) für die Jahre 2010 bis 2012 Auffälligkeiten bei medizinischen Daten und deren Dokumentation beanstandet.

Die LungenClinic Grosshansdorf kooperiert im Bereich der Lungentransplantation seit 2010 mit dem UKE, das für die Führung und Meldung der Patienten verantwortlich ist und die Indikation zur Transplantation stellt. Die LungenClinic Grosshansdorf bedauert, dass an der Schnittstelle zwischen der LungenClinic Grosshansdorf und dem UKE zur Übertragung der Patientendaten im betreffenden Zeitraum vor sechs Jahren die Akten- und Dokumentationssituation unvollständig war. Dies entspricht nicht den Qualitätsstandards, wie sie heute in der LungenClinic Grosshansdorf existieren. Externe Audits und Kontrollen renommierter, unabhängiger Institutionen bestätigen uns seit Jahren höchste Qualität unserer Arbeit.

Im kontinuierlichen Prozess der Optimierung von Abläufen hat die LungenClinic Grosshansdorf bereits Ende 2012 damit begonnen, unter anderem seine elektronische Dokumentation zu modernisieren. Darüber hinaus arbeitet die LungenClinic Grosshansdorf seit der Prüfung der Kommission im vergangenen Jahr an der Aufklärung der beschriebenen Situation.

Wir betonen, dass das Wohlergehen unserer Patienten bei uns immer an oberster Stelle steht und unser Handeln stets danach ausgerichtet ist. Die beschriebene Situation hat zu keiner Zeit dazu geführt, dass Patienten der LungenClinic Grosshansdorf bevorzugt behandelt wurden.

Quelle:LungenClinic Großhansdorf

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