Zum Tode von Karl-Heinz Färber: Ein Musiker hat die Stadt geprägt

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Ahrensburg (ve). Die Stadt hat einen großen Musikfreund verloren: Karl-Heinz Färber ist bereits am 4. November 2016 verstorben. Die Beisetzung findet morgen statt.

Karl-Heinz Färber bei der Eröffnung der Remise im Marstall im November 2013. Foto:M.Veeh/ahrensburg24.de

Karl-Heinz Färber bei der Eröffnung der Remise im Marstall im November 2013.
Foto:M.Veeh/ahrensburg24.de

Karl-Heinz Färber hat aus Ahrensburg eine Musikstadt gemacht. Ein Großteil des musikalischen Lebens in der Schlossstadt ist durch sein Engagement und seine Liebe zur Musik entstanden. Und wirkt bis heute weltweit.

Der passionierte Pädagoge – auch Erwachsenen hat er an der Volkshochschule Unterricht erteilt – kam Anfang der 60er Jahre als Musiklehrer an die Stormarnschule. Damals gab es kein Orchester, kein Ensemble der heutigen Qualität. Färber hat sich daran gemacht, hat die Schülerinnen und Schüler an die Notenpulte gesetzt und mit ihnen klassische Musik einstudiert.

Und es hat funktioniert: Seine Liebe zur Musik – „sie war sein Lebenselixier“, sagen die Freunde und Wegbegleiter Hinrich Tramm und Sabine Schwarz – konnte er vermitteln und weitergeben. Viele seiner Schülerinnen und Schüler sind den Weg weitergegangen – professionell oder als Hobby. Heute sitzen in vielen Orchestern der Welt Schüler von Karl-Heinz Färber.

Das Jugendorchester der Schule ist gewachsen – auch in seinen Fähigkeiten. Bald genoss die Stormarnschule durch dieses Orchester und seine Konzerte überregional den Ruf eines hervorragenden Musikunterrichtes. Sie wird inzwischen auf ebenso hohem Niveau von einem Schüler von Karl-Heinz Färber weitergeführt: Michael Klaue. Er führt das Jugendsinfonieorchester Ahrensburg zu Tourneen nach Amerika und Japan und gestaltet die vielfachen Auftritte in Ahrensburg. Eine Weiterführung der schulischen Arbeit ist auch das Kammerorchester Ahrensburg, gegründet von ehemaligen Stormarnschülern.

Karl-Heinz Färber brauchte dann – wie kann es anders sein – für sein Orchester einen Konzertsaal. Also hat er Idee, Planungen und Umsetzung des Baus des Eduard-Söring-Saal voran getrieben. Es war sein Ziel, dem Saal eine besonders hochwertige Akutstik zu verpassen. Das gelang und lässt noch heute Starmusiker wie Martin Stadtfeld, Daniel Hope und andere eben gerne in diesem Saal in Ahrensburg spielen.

Doch Färber wollte mehr Musik in der Stadt und hat 1963 auf Initiative der Stadt Ahrensburg den Verein Theater und Musik mitbegründet. Bis 2009 hat er die Musikreihe in diesem Verein konzipiert und organisiert. Und besagte große Künstler in die kleine Stadt Ahrensburg geholt. Hinrich Tramm, als langjähriger Vorsitzender des Fördervereins Jugendsinfonieorchester ein Freund geworden, folgte ihm dort im Amt.

Und Karl-Heinz Färber hat jeden Tag selber Musik gespielt. Bis kurz vor seinem Tode hat er jeden Tag Klavier geübt, sich immer wieder konzentriert einzelnen Komponisten gewidmet. „Sein Wissen über die Musik war unendlich“, sagt Hinrich Tramm. Färber hat gemeinsam mit seiner Ehefrau Dietgard in der Kantorei der Schloßkirche mitgewirkt und noch intensiv die Proben zu der Aufführung des Werkes „Paulus“ Anfang November begleitet. Das Konzert selber konnte er schon nicht mehr miterleben.

An seine Kinder Ulrike Hecker, Dr. Christian Färber und Heinrich Färber hat er seine Liebe zur Musik weitergegeben. Ulrike Hecker ist Flötistin, Christian Färber Violinist und Heinrich Färber Cellist. Die Söhne sind Mitglied im Ahrensburger Streichquartett. Karl-Heinz Färber hat neun Enkel und drei Urenkel.

Die Trauerfeier findet am Sonnabend, 19. November 2016, um 14 Uhr in der St. Johanneskirche, Rudolf-Kinau-Straße in Ahrensburg, statt.

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