Kunstrasenplatz beim SSC Hagen: Die Sanierung geht voran

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Ahrensburg (ve). Es geht heute weiter auf dem Sportplatz des SSC Hagen. Die Stadtverordnetenversammlung genehmigt in ihrer Novembersitzung zusätzliche Mittel zur Sanierung des Kunstrasenplatzes.

Der alte Kunstrasenplatz des SSC Hagen. Foto:ahrensburg24.de

Der alte Kunstrasenplatz des SSC Hagen.
Foto:ahrensburg24.de

Es ist ein bisschen eine verfahrene Situation. Der Kunstrasenplatz musste vorzeitig saniert werden, da das ursprünglich aufgebrachte Material, das Granulat, verklumpte und einen Spielbetrieb nicht mehr möglich machte. Schon das verursachte Extra-Kosten und behindert die Aufrechterhaltung der Punktspiele des Vereins maßgeblich. Der SSC Hagen ist quasi heimatlos, greift Dank des Entgegenkommens der anderen Ahrensburger Vereine auch schon mal auf den Stormarnplatz zurück.

Kunstrasen beim SSC Hagen: Bestelltes Granulat gesundheitlich bedenklich

Ein neues Granulat musste bestellt werden und so geschah es auch. Doch kurz vor der Aufbringung des Granulates – es steht inzwischen in großen Säcken am Sportplatz – stellte sich heraus, dass das Granulat auf europäischer Ebene nicht empfohlen wird. Die EU-Verordnung trägt dem Umstand Rechnung, dass Substanzen des Granulates als krebserregend gelten.

So wurde kurzerhand ein Stop erlassen und die Aufbringung verhindert. Dies sei als vorbeugene Maßnahme zu verstehen, betonte Bürgermeister Michael Sarach bei der Erläuterung des Sachverhaltes in der Stadtverordnetenversammlug, da das Granulat nach Vorgaben der Bundes sehr wohl zulässig sei. Es hätte also rechtmäßig auf dem Platz aufgebracht werden können, „aber wir schlagen vor, uns beim Verdacht der Gesundheitsschädlichkeit lieber an die europäischen Normen zu halten“, so Sarach.

Es wird teurer: 90.000 Euro müssen genehmigt werden

Wie sich herausstellte, sind anderweitig zur Verfügung stehende Granulate teurer, als in den Planungen bisher vorgesehen. Es entsteht eine Differenz von etwa 90.000 Euro. Daher musste nun die Stadtverordnetenversammlung darüber entscheiden, ob sie diese zusätzlichen Mittel genehmigt. Sie folgte einstimmig dem Beschlussvorschlag. Der Neubau des Kunstrasenplatzes kann also weiter gehen – die Bestellung des neuen Granulates soll umgehend erfolgen.

Zum Hintergrund: Im Haushaltsjahr 2015 wurden Planungskosten in Höhe von 25.000 Euro und für das Haushaltsjahr 2016 Baukosten in Höhe von 325.000 Euro bereitgestellt. Dazu kommen nun 91.500 Euro für die Bestellung und Aufbringung des neuen Granulates sowie den Abtransport des nicht verwendeten Granulates. Die Stadtverwaltung will prüfen, ob Regressansprüche geltend gemacht werden können.

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