20 Jahre Seniorenbeirat: „Bleiben Sie aktiv und kritisch!“

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Ahrensburg (ve). Der Seniorenbeirat – was macht der eigentlich? Das wurde am heutigen Mittwoch auf seiner Geburtstagsfeier deutlich.

20 Jahre Seniorenbeirat: Die Mitglieder des amtierenden Seniorenbeirates präsentieren sich auf der Feierstunde im Marstall Ahrensburg. Foto:ahrensburg24.de

20 Jahre Seniorenbeirat: Die Mitglieder des amtierenden Seniorenbeirates präsentieren sich auf der Feierstunde im Marstall Ahrensburg.
Foto:ahrensburg24.de

Gut, der Seniorenbeirat selber ist kein Senior, gerade mal 20 Lenze zählt er jetzt. Das haben seine Mitglieder – im Durchschnitt 72 Jahre alt – genutzt, um zu einer großen Feier in den Marstall zu laden. Neben Bürgervorsteher Roland Wilde und Bürgermeister Michael Sarach waren auch die früheren Bürgermeister Klaus Boenert und Ursula Pepper dabei – Boenert als derjenige, in dessen Amtszeit 1996 die erste Konstituiernde Sitzung fiel. Der Kabarettist Horst Schroth gratulierte mit einem kurzen Gastspiel. Das Ensemble „Three little words“ sorgte für eine swingende musikalische Unterhaltung.

Seniorenbeirat Ahrensburg: Gäste aus der Politik und von Ahrensburger Vereinen

Politiker waren auch dabei, so Tobias Koch von der CDU, Jürgen Eckert von der SPD, Christian Schubbert-von Hobe von Bündnis 90/Die Grünen und Horst Marzi von den Grünen sowieso, denn er ist ja auch Mitglied im Beirat. Der Vorsitzende des Landesseniorenbeirates Peter Schildwächter kam zum Gratulieren und befreundete Verbände wie Susanne Freese vom Netzwerk trotzAlter, Anette Maiwald-Boehm, die Leiterin vom Peter-Rantzau-Haus, Helma Schumacher von der Alzheimer Gesellschaft Stormarn oder Anke und Peter Wendt vom Bürgerverein Ahrensburg.

Und was macht der Seniorenbeirat nun? Er kümmert sich um die Belange der Älteren. Regt an, welcher Themen sich die Politik einmal annehmen sollte, schafft eine Aufmerksamkeit für die Probleme der älteren Mitbürger. So hat der amtierende Seniorenbeirat einen Fachtag zum Thema Mobilität angeboten, der frühere hat die Fragestellung nach dem Parken auf dem Rathausplatz mit beurteilt. Inzwischen ist letzteres ja Fakt geworden. „Sie geben Beratung für die praktischen Dinge des täglichen Lebens“, so formulierte es Michael Sarach.

20 Jahre Seniorenbeirat: Feierstunde im Marstall Ahrensburg. Auf der Bühne das Ensemble "Three little words". Foto:ahrensburg24.de

20 Jahre Seniorenbeirat: Feierstunde im Marstall Ahrensburg. Auf der Bühne das Ensemble „Three little words“.
Foto:ahrensburg24.de

Die Barrierefreiheit und das für Senioren geeignete Mobiliar in einer Stadt sind seine Themen oder 1996 auch mal die Auswirkungen der Rationalisierungsmaßnahmen bei der Post. Und dann doch eine der wichtigsten Aufgaben: Die Teilnahme und das Rederecht in allen städtischen Gremien. Der Seniorenbeirat wird zu allen Themen der Stadt gehört, genauso wie der Behindertenbeirat und der Kinder- und Jugendbeirat.

Lobby der Senioren: 30 Prozent der Mitbürger sind über 60 Jahre alt

„Über 30 Prozent der Ahrensburgerinnen und Ahrensburger sind über 60 Jahre alt“, weiß es der amtierende Vorsitzende des Beirates, Christof Schneider, zu benennen. „Die brauchen eine Lobby, die ihre Belange in den Vordergrund stellte.“ Mit einen Synergieeffekt, so Schneider: „Barrierefreitheit nützt auch den Menschen mit Behinderungen, Stellplätze für Rollatoren in Hauseingängen können auch Stellplätze für Kinderwagen sein.“ Es gehe also durchaus nicht nur um die Belange der älteren Generation.

Aber mit dem Wissen der älteren Generation, Peter Schildwächter: „Die Alleinstellungsmerkmale der Seniorenbeiräte – und es gibt 120 in Schleswig-Holstein – sind die lange Lebenserfahrung ihrer Mitglieder und ihre berufliche Kompetenz. Nutzen Sie diese!“, ermunterte er. Deswegen befand auch Roland Wilde in seinem Gratulation-Grußwort: „Machen Sie weiter so, seien Sie aktiv und kritisch, damit der Beirat ein aktiver Teil der Stadt bleibt, denn er gewinnt immer mehr an Bedeutung.“

Gegründet wurde der Beirat übrigens in Folge eines Runderlasses des Schleswig-Holsteinischen Innenministers Hans Peter Bull im Jahr 1994. Dort ist auch festgelegt, wer als Senior gilt: Alle, die das 60. Lebensjahr erreicht haben. Und das Mitglieder für den Beirat gewählt und nicht ernannt werden. Jeder Ahrensburger erhält, sobald er älter als 60 Jahre ist, einen Wahlschein für die Wahl des Seniorenbeirates, die stets als Briefwahl erfolgt. Und kann sich auch wählen lassen. Ubrigens recht bald wieder, denn der nächste Seniorenbeirat wird im Februar 2017 gewählt. Dessen Amtszeit ist vier Jahre, so dass die Feier zum Viertel Jahrhundert Seniorenbeirat von seinem Nachfolger vorbereitet und umgesetzt werden wird.

20 Jahre Seniorenbeirat. Zu den langgedienten und amtieren Mitgliedern gehören Karl Eigebrecht, 1996 dabei, Klaus Butzek, ehemaliger Vorsitzender, Dorothee Wahl, seit 16 Jahren dabei, der amtierende Vorsitzende Christof Schneider und Rolf Ewers, 1996 dabei (von links). Foto:ahrensburg24.de

20 Jahre Seniorenbeirat. Zu den langgedienten und amtieren Mitgliedern gehören Karl Eigebrecht, 1996 dabei, Klaus Butzek, ehemaliger Vorsitzender, Dorothee Wahl, seit 16 Jahren dabei, der amtierende Vorsitzende Christof Schneider und Rolf Ewers, 1996 dabei (von links).
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