Kreisversammlung des Roten Kreuz: Es fehlen die Fachkräfte in den Kitas und der Pflege

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Ahrensburg (ve/pm). Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) könnte mehr – wenn es denn Arbeitskräfte finden würde. So wurde es auf der Kreisversammlung des DRK Stormarn deutlich.

Auch in diesem Jahr fanden sich wieder rund 60 Delegierte aus den zwölf Ortsvereinen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Stormarn zur alljährlichen Kreisversammlung ein. Sie fand dieses Mal in der DRK-Seniorenwohnanlage „Wohnpark Auetal“ in Ahrensburg statt.

DRK Stormarn: Zuwachs bei der Mitgliederzahl

Präsident Dr. Hans Lukas und der hauptamtliche Vorstand Udo Finnern berichteten über die Aktivitäten des Jahres, das insgesamt wieder sehr erfreulich verlaufen sei. Die Mitgliederzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen, so dass das DRK Stormarn mit Stand zum 31. Dezember 2015 5.737 Mitglieder zu verzeichnen hat.

DRK: Ausbau der Kinderbetreuung abhängig von der Zahl der Fachkräfte

Ein weiteres wichtiges Thema war und ist der Fachkräftemangel. So bleibe es in einigen Regionen in Stormarn sehr schwierig, geeignetes Fachpersonal für die Pflege und im Kita-Bereich zu finden, betont das DRK in der Mitteilung zur Kreisversammlung. Das sei auch der Grund, warum der Kita-Bereich nur in geringem Maße ausgebaut werden kann. Derzeit werden vom Roten Kreuz in Stormarn 1.350 Kinder in 20 Kindertagesstätten betreut, davon 240 Krippenkinder.

In den Bereichen Pflege und Hausnotruf seien die Zahlen leicht gestiegen, heißt es. Ein Wachstum werde aber auch dort aufgrund des Fachkräftemangels im Pflegebereich begrenzt. Der in 2015 neu organisierte Bereich Menüservice solle weiter ausgebaut werden. Und: Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung hat, so teilt das DRK mit, den DRK-Sozialstationen bei seinen Prüfungen durchweg eine „hervorragende Qualität“ bescheinigt.

Erfolg bei der Jugendarbeit

Das DRK ist nach wie vor die einzige Organisation in Stormarn, die eine Kurvermittlungsstelle betreibt. Im Bereich der Mutter-Kind-Kuren wurden 85 Kuren vermittelt. Auch die Erste Hilfe-Ausbildung war im abgelaufenen Jahr wieder sehr erfolgreich: Insgesamt 4.284 Teilnehmer besuchten 349 angebotene Kurse.

Kreisbereitschaftsleiterin Ursula Müller und die Leiterin des Jugendrotkreuzes (JRK), Carola Schilling, berichteten über ihre umfangreichen Aktivitäten und Einsätze im abgelaufenen Jahr. Dazu gehörten unter anderem zahlreiche Lehrgänge und Ausbildungen, Übungen im Katastrophenschutz sowie Einsätze bei Demonstrationen, beim Rockfestival in Wacken und bei Stormini in Trittau. Das Jugendrotkreuz (JRK) Bad Oldesloe gewann den Landeswettbewerb in Schleswig-Holstein und vertrat den Landesverband Schleswig-Holstein beim Bundeswettbewerb in Bühl.

Das Jugendrotkreuz (JRK) Bad Oldesloe hat Grund zur Freude: Die Mitglieder gewannen in diesem Jahr den DRK-Landeswettbewerb Schleswig-Holstein. Foto: hfr

Das Jugendrotkreuz (JRK) Bad Oldesloe hat Grund zur Freude: Die Mitglieder gewannen in diesem Jahr den DRK-Landeswettbewerb Schleswig-Holstein.
Foto: hfr

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