„Mit dem Rad zur Arbeit“: Ahrensburger Unternehmen landet auf Platz 1/Mit Video

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Ahrensburg (sam). Mit dem Fahrrad oder doch lieber mit dem Auto zur Arbeit? Die Mitarbeiter der proALPHA Consulting sind vom Fahrradfahren überzeugt und wurden im Rahmen der landesweiten Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ ausgezeichnet. Mit Video.

Mit dem Rad zur Arbeit: Das Ahrensburger Unternehmen proALPHA Consulting GmbH radelte auf Platz 1 der Aktion. Initiator und Gewinner der Aktion: Thomas Haeger, AOK-Landesdirektor; Matthias Kläsener, Geschäftsführer der proALPHA Consulting GmbH Ahrensburg; Jens Bojens, AOK Niederlassungsleiter Ahrensburg; Andre Janz, Gewinner der Einzelwertung; Carsten Massau, ADFC-Landesgeschäftsführer (von links). Foto:Silke Mascher/ahrensburg24.de

Mit dem Rad zur Arbeit: Das Ahrensburger Unternehmen proALPHA Consulting GmbH radelte auf Platz 1 der Aktion. Initiator und Gewinner der Aktion: Thomas Haeger, AOK-Landesdirektor; Matthias Kläsener, Geschäftsführer der proALPHA Consulting GmbH Ahrensburg; Jens Bojens, AOK Niederlassungsleiter Ahrensburg; Andre Janz, Gewinner der Einzelwertung; Carsten Massau, ADFC-Landesgeschäftsführer (von links).
Foto:Silke Mascher/ahrensburg24.de

Diese Mitmach-Aktion war ein Erfolg, über 20.000 Menschen interessierten sich dafür und fuhren zwischen dem 1. Mai und 31. August 2016 an mindestens 20 Arbeitstagen alleine oder in Teams mit dem Fahrrad zur Arbeit.

2.305 begeisterte Radfahrer in Schleswig-Holstein

Bereits zum 13. Mal führte die AOK NordWest diese Aktion zusammen mit dem Kooperationspartner, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) unter der Schirmherrschaft des Landesverkehrsministers Reinhard Meyer durch. Die Teilnehmerzahl ist steigend. Zählt man die geradelten Kilometer der Teilnehmer zusammen, kommt man auf die stolze Zahl von über 1,2 Millionen Kilometern – das entspricht in etwa der 30fachen Umrundung der Erde und einer Einsparung von rund 197 Tonnen Kohlendioxid. Und ganz nebenbei wurden dabei 28,3 Millionen Kalorien abgebaut.

„Es haben sehr viele Teams teilgenommen“, ergänzt Andrea Stemke von der AOK NordWest, “die Motivation in den Mannschaften war so manches Mal der Anschub für diejenigen, die vielleicht doch lieber mit dem Auto zur Arbeit gefahren wären. Viele Teilnehmer wurden durch den Arbeitgeber oder durch Kolleginnen oder Kollegen motiviert. Und der positive Nebeneffekt ist die gewachsene persönliche Fitness, von der ebenso die Betriebe profitieren. Viele Mitarbeiter berichten zudem über ein entspanntes nach Hause kommen, weil sie nach der Zeit an der frischen Luft und der Bewegung auf dem Rad einfach den Kopf frei bekommen haben.“

Der Spaß an diesem Wettbewerb kam auch nicht zu kurz. Viele Fotos und Zuschriften würden dies belegen. So führten Unternehmen während des Aktionszeitraums zum Beispiel Betriebsausflüge mit dem Fahrrad durch.

2.305 Schleswig-Holsteiner und Schleswig-Holsteinerinnen erfüllten die Voraussetzungen zur Teilnahme an der Verlosung. Den Gewinnern dieser Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“, dem fahrradaktivsten Unternehmen in Schleswig-Holstein, wurde aus Anerkennung für ihr großes Engagement von der AOK NordWest der 1. Preis, ein Scheck in Höhe von 500 Euro, übergeben.

Mit dem Rad zur Arbeit: Das Ahrensburger Unternehmen proALPHA Consulting GmbH radelte auf Platz 1 der Aktion: Andre Janz, Sieger Kategorie Einzelteilnehmer, Matthias Kläsener, Geschäftsführer der proALPHA Consulting, und Thommas Haeger, AOK-Landesdirektor (von links), bei der Übergabe des Gewinns. Foto:Silke Mascher/ahrensburg24.de

Mit dem Rad zur Arbeit: Das Ahrensburger Unternehmen proALPHA Consulting GmbH radelte auf Platz 1 der Aktion: Andre Janz, Sieger Kategorie Einzelteilnehmer, Matthias Kläsener, Geschäftsführer der proALPHA Consulting, und Thommas Haeger, AOK-Landesdirektor (von links), bei der Übergabe des Gewinns.
Foto:Silke Mascher/ahrensburg24.de

Die Gewinner sind alte Hasen was das gemeinschaftliche Radeln angeht

Die Mitarbeiter der Firma proALPHA Consulting aus Ahrensburg haben sich in den vergangenen Jahren um das Fahrradfahren verdient gemacht. 20 der 85 Mitarbeiter sind mitgeradelt, eine vergleichsweise hohe Quote. „Fahrradbeauftragte“ der Firma sind die Geschäftsführer Matthias Kläsener, Andre Janz und Swantje Körding zu nennen. Thomas Haeger, Landesdirektor der AOK NordWest: „Sie setzten sich seit Jahren für das Fahrradfahren ein und sorgen für eine fahrradfreundliche Infrastruktur in diesem Unternehmen.“

Mit dem Rad zur Arbeit: Das Ahrensburger Unternehmen proALPHA Consulting GmbH radelte auf Platz 1 der Aktion: Andre Janz, Gewinner der Einzelwertung. Foto:Silke Mascher/ahrensburg24.de

Mit dem Rad zur Arbeit: Das Ahrensburger Unternehmen proALPHA Consulting GmbH radelte auf Platz 1 der Aktion: Andre Janz, Gewinner der Einzelwertung.
Foto:Silke Mascher/ahrensburg24.de

Andre Janz gewann als aktivster Fahrradfahrer des Betriebs den 1. Preis in der Einzelwertung. Er fuhr an 59 Tagen auf dem Fahrrad zur Arbeit, legte dabei auf dieser Strecke 406 Kilometer zurück. Und das auch noch als Kindertaxi. Denn um die Kinder in den Kindergarten zu bringen, fuhr er nicht auf direktem Weg, sondern eine um etwa zehn Kilometer verlängerte Route zur Arbeit. „Das war kein Problem, dafür habe ich halt das Massenfahrrad genommen“, erklärt er den staunenden Anwesenden.

Der Firmenpreis wird reinvestiert

proALPHA Consulting hat sich schon Gedanken über die Verwendung des Preisgeldes von 500 Euro gemacht. „Wir wollen unseren Betrieb noch fahrradfreundlicher gestalten“, verkündet Matthias Kläsener, “eine Reparaturstation für anfallende Reparaturen wäre eine gute Investition in die richtige Richtung, denn in unserem Betrieb hat das Fahrradfahren seit Jahren eine große Bedeutung.“

Einige Kollegen aus der Belegschaft kommen seit langem mit dem Fahrrad zur Arbeit, andere erst neuerdings. „So lange es die Witterung zulässt“ ist die Devise, und dazu gibt Carsten Massau vom ADFC noch Tipps: „In Deutschland ist es erlaubt, Spikes aufzuziehen. Das macht das Fahren bei Schnee einfacher. Eine vorsichtige Fahrweise ist aber immer angebracht, auch die Beleuchtung ist enorm wichtig.“

Neue digitale Plattform

Das Feedback der Teilnehmer ist gut und viele möchten im nächsten Jahr wieder dabei sein. Bisher wurden die Teilnehmerdaten per Postkarte eingesandt, das soll sich jedoch bald ändern. Geplant ist eine neue Plattform, auf der sich die Teilnehmer ein eigenes Benutzerkonto anlegen können, in dem die eigenen Daten gespeichert bleiben. In Zukunft kann sich dort jeder registrierte User seine Vorjahresleistung aufrufen, aktuelle Werte mit denen des Vorjahres vergleichen.

Die Postkarten, die manchmal mit Postits und kleinen Nachrichten beklebt zurück gesendet wurden, gehören dann der Vergangenheit an. Andrea Stemke von der AOK: „Wir hoffen, dass durch die Neuerung mehr Menschen animiert werden, an unserer Aktion teilzunehmen, weil es einfach unkomplizierter ist.“

Übrigens: Fahrradkilometer zählen auch, wenn sie als Teilstrecke des gesamten Arbeitsweges zurückgelegt werden. Eine Kombination aus öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrrad ist also möglich. Und das Fahren mit einem E-Bike auch. Und noch ein Tipp vom Fahrradexperten Carsten Massau vom ADFC: Wer ein Klapprad in der Bahn mitnimmt, braucht dafür keine Fahrkarte.

 

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