EhrenamtPreis der BürgerStiftung: Sebastian Koch ist der Preisträger

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Ahrensburg/Bargteheide (ve). „Überwältigt“ sei er, ist die erste Reaktion von Sebastian Koch auf die Auszeichnung mit dem EhrenamtPreis der BürgerStiftung Region Ahrensburg.

EhrenamtPreis 2016 der BürgerStiftung Region Ahrensburg: Preisträger ist Sebastian Koch aus Bargteheide, Bürgervorsteherin Cornelia Harmuth und Sozialministerin Kirstin Alheit gratulieren. Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

EhrenamtPreis 2016 der BürgerStiftung Region Ahrensburg: Preisträger ist Sebastian Koch aus Bargteheide, Bürgervorsteherin Cornelia Harmuth und Sozialministerin Kirstin Alheit gratulieren.
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Und das ist dem jungen Mann durchaus zu glauben. Bargteheides Bürgervorsteherin Cornelia Harmuth beschreibt ihn als „bescheiden“ – „das habe ich bei vielen Gelegenheiten so erlebt“, sagt sie. Bescheiden ist Koch aber nicht im Umgang mit der eigenen Zeit. Der Schiedsrichter steht jedes Wochenende und auch mal unter der Woche auf dem Fußballfeld und pfeift – landesweit. Sebastian Koch spielt selber Fußball, ist Schülersprecher und hat ein Schülerparlament gegründet. Und dann hat er auch noch aus einem Impuls heraus den Treffpunkt „Kultouren“ im Bargteheider JUZE gegründet, bei dem wöchentlich Alt- und Neu-Bargteheider aller Kulturen aber einer Altersstufe zusammenfinden.

Die Preisträger: Sebastian Koch, Johannes Basler und Schüler des Gymnasiums Trittau

Dafür wurde er nun von der BürgerStiftung Region Ahrensburg mit dem EhrenamtPreis ausgezeichnet. Weitere Preise gingen an Johannes Basler aus Großhansdorf sowie einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die am Gymnasium Trittau Deutschunterricht für Flüchtlinge organisieren. Jedes Jahr wird dieser Preis vergeben, alle fünf Jahre an junge Leute – wie beim ersten Mal im Jahr 2001. Überreicht hat die Urkunde Sozialministerin Kirstin Alheit in einer Feierstunde am Mittwoch Abend.

„Ich kann das noch gar nicht richtig glauben“, sagt Sebastian Koch im Gespräch mit ahrensburg24.de nach der Preisverleihung. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich den Preis bekomme und es freut mich unglaublich. Es ist aber auch ein Ansporn, weiter etwas zu tun.“ Insbesondere die Gründung des „Kultourentreffs“ wurde bei der Laudatio hervorgehoben – jenseits einer Hochachtung für das Engagement auf dem Fußballfeld und der Schülervertretung. Und diese Treffen hätten ihn auch ein verändert, schildert Koch: „Ich bin jetzt viel offener und weiß, wie wichtig es ist, aufeinander zuzugehen. Die Menschen, die hierher kommen, haben so viel erlebt in so bedrohlichen Situationen. Ich weiß jetzt, wie wichtig es ist, sie und andere einfach so zu nehmen, wie sie sind.“

EhrenamtPreis der BürgerStiftung: Anerkennung für Engagierte

Nicht einfach sei es gewesen, den Preisträger zu benennen, sagte Dr. Michael Eckstein von der BürgerStiftung und wandte sich an die Nominierten: „Ihr seid alle Gewinner und leistet Hervorragendes. Aber es kann eben nur einer gewinnen.“ Große Anerkennung zollte auch Ministerin Alheit den jungen Leuten und begann ihr Grußwort mit dem Hinweis, dass sie eigentlich auch Ministerin für das Ehrenamt sei, „nur passte das nicht mehr in meinen Titel“. Alheit: „Dieser Preis der BürgerStiftung ist ein hervorragender Weg, ehrenamtlich Engagierten einmal „Danke“ zu sagen und ein wichtiges Zeichen zu geben, dass die ehrenamtlich Engagierten gebraucht und von der Gesellschaft wertgeschätzt werden.“

EhrenamtPreis 2016 der BürgerStiftung Region Ahrensburg: Ministerin Kirstin Alheit lobt das ehrenamtliche Engagement. Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

EhrenamtPreis 2016 der BürgerStiftung Region Ahrensburg: Ministerin Kirstin Alheit lobt das ehrenamtliche Engagement.
Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Alle Nominierten leisten Beachtlich, Johannes Basler aus Großhansdorf zum Beispiel. Der Abiturient hat seitdem er in der achten Klasse war die Arbeit der Schülersprecher und der Schülervertretung entscheidend geprägt und gestaltet. Er hat die Schülervertretung restrukturiert und zum Beispiel für die 5. bis 7. Klassen eine Junior SV eingeführt. Er hat sich auf Kreis- und Landesebene der Schülervertretung engagiert. Und er hat für die Schule Fest und Events wie unter anderem ein Begegnungsfest aller Kulturen für Alt- und Neu-Großhansdorfer organisiert. „Dabei sind Sie immer umsichtig, humorvoll und konstruktiv – aber auch beharrlich“, beschreibt es Jurorin Ingrid Hüniken vom Emil-von-Behring-Gymnasium bei der Laudatio.

Die Arbeit von Jugendlichen für Jugendliche

Ähnlich beeindruckt war Juror Stefan Kühl vom Kreisjugendring Stormarn von der Arbeit der Schülergruppe am Gymnasium Trittau. „Sie haben in Ermangelung von Vorgaben einen eigenen Lehrplan für Deutsch als Zweitsprache erstellt, arbeiten mit den Schülerinnen und Schülern in verschiedenen Gruppen, unterschieden nach ihren Fähigkeiten“, beschrieb es Kühl. „Und das Ganze machen Sie auch noch in den Ferien. Und organisieren schon jetzt, wer die Arbeit nach ihrem Abitur weiterführen kann.“

Die weiteren Nominierten

Nominiert waren zudem Ailica Kupka und Antonia Schulz aus Trittau für ihr Engagement bei der Gewaltprävention an ihrer Schule, dem Gymnasium Trittau. Celina Lühmann war als Trainerin und Organisatoren von Jugendfreizeiten und Turnieren in der Volleyball- und Beachvolleyball-Sparte des Ahrensburger TSV vorgeschlagen worden.

Niklas Raatz war nominiert als engagierter Trainer und Sportler der Inklusions-Sportgruppe beim Hoisbütteler Sportverein. Neben seinem Engagement in der Floorball-Gruppe des Sportvereins hilft Niklas Raatz auch ehrenamtlich im Tageshopiz und in Ferienlagern. Dafür wurde er mit dem Sozialoskar der Stadt Hamburg ausgezeichnet und mit einem Sozial-Umweltpreis. Ebenfalls aus der Floorball-Mannschaft des Hoisbütteler Sportvereins kommt Jan-Philip Steingärtner. Er wurde für den EhrenamtPreis vorgeschlagen wegen seines herausragenden Engagement für seine Mannschaft und seinen Sport, die Mannschaft ist unter anderem mehrfacher Teilnehmer der Special Olympics.

Eine zweite Gruppe war auch nominiert, die Katholische Jugend St. Vicelin aus Bad Oldesloe, die jedes Jahr ein großes Zeltlager organisiert und so jedes Jahr über 100 Jugendlichen eine besonderes Ferienerlebnis ermöglicht.

EhrenamtPreis 2017

Der EhrenamtPreis der BürgerStiftung Region Stormarn ist ein ideeller Preis, es wird eine Urkunde übergeben. Es gibt ihn in fünf Themenbereichen. Auch in 2017 wird er wieder vergeben werden, dann soll das Engagement für Kinder- und Jugendschutz in den Fokus rücken. Die Vergabe des Preises in 2016 fand erstmals in der Stadtbücherei Ahrensburg statt.

EhrenamtPreis 2016 der BürgerStiftung Region Ahrensburg: Die Preisträger und Nominierten mit Ministerin Kirstin Alheit und den Juroren. Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

EhrenamtPreis 2016 der BürgerStiftung Region Ahrensburg: Die Preisträger und Nominierten mit Ministerin Kirstin Alheit und den Juroren.
Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

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